Magazin | Leichter leben mit jedem Atemzug - Wie Atemarbeit mir hilft, Blockaden zu lösen und klarer zu sehen

Leichter leben mit jedem Atemzug - Wie Atemarbeit mir hilft, Blockaden zu lösen und klarer zu sehen

Geschrieben von 5 Minuten Lesezeit
Leichter leben mit jedem Atemzug - Wie Atemarbeit mir hilft, Blockaden zu lösen und klarer zu sehen

Eine persönliche Erfahrung mit Atemarbeit zwischen Nervensystem, Vision und Alltag.

Es gibt Phasen im Leben, in denen du einfach nur funktionierst. Der Tag ist vollgepackt, dein Kopf ist laut, dein Körper irgendwie immer müde - und du merkst es oft erst, wenn etwas nicht mehr funktioniert: Schlaf, Energie, Leichtigkeit. Genau so ging es mir irgendwann einmal. Und ich wusste: Ich wollte nicht einfach "durchdrücken" Ich wollte mich wieder spüren, tief durchatmen, leben.

So begann meine Reise mit der Atemarbeit. Was als Neugierde begann, hat sich im Laufe der Zeit zu einem der mächtigsten Werkzeuge für emotionale Befreiung, geistige Klarheit und sogar berufliche Ausrichtung entwickelt. Heute ist bewusstes Atmen nicht mehr etwas, das ich "ausprobiere" - es ist Teil meines Lebens. Manchmal intensiv, manchmal subtil - und vor allem: eine Berufung.

Der Atem als Tor zur inneren Welt

Wir atmen ständig - meist unbewusst. Aber genau darin liegt seine Kraft: Unser Atem läuft automatisch ab, aber wir können ihn auch kontrollieren. Das macht ihn zu einem direkten Hebel für unser Nervensystem. Für Stress oder Entspannung. Für Anspannung oder Weite. Für Überleben oder Schaffen.

Was ich in den letzten Jahren gelernt habe: Der Atem lügt nicht. Er zeigt mir, wie ich wirklich bin - bevor mein Verstand es überhaupt begreift. Und: Er bringt mich in Kontakt mit einem tieferen Teil von mir selbst, jenseits von To-Do-Listen, Zweifeln oder mentalem Lärm.

Beambreath - emotional atmen, klar sehen

Die Atemtechnik, die mich am meisten beeinflusst hat, ist Beambreath - eine Form des Conscious Connected Breathing, also des bewussten Atmens ohne Pausen zwischen Ein- und Ausatmen.

Für mich ist diese Praxis mehr als nur eine Technik. Es ist ein Raum, in dem ich mir selbst begegnen kann - ehrlich, unverfälscht und ohne Ablenkung. Oft gibt es Emotionen, alte Muster oder inneren Druck, die unter der Oberfläche liegen. Und manchmal reicht schon eine Sitzung, um endlich wieder frei zu atmen - wirklich. Frei. Ohne inneren Widerstand.

Was mich immer wieder fasziniert: Mit jedem Atemzyklus verändert sich etwas. Die Enge in meiner Brust löst sich auf. Die Gedanken verlieren ihre Schwere. Und das Wichtigste: Ich verbinde mich wieder mit mir selbst und meinen Emotionen.

Beambreath hat mir nicht nur emotional, sondern auch geistig geholfen. Es hat mir geholfen, meine eigene Vision zu klären - und ihr zu folgen. Die Idee, anderen den Zugang zu dieser Tiefe und Klarheit zu ermöglichen, ist direkt aus einer dieser Sitzungen entstanden. Nicht mit dem Kopf. Sondern aus dem Bauch heraus. Oder vielleicht sogar noch tiefer.

Alltag? Es atmet mit dir.

Nicht jede Lebenssituation braucht eine einstündige Atemreise. Manchmal reicht schon eine Minute. Genau dafür verwende ich die Technik, die mir in stressigen Momenten am meisten hilft: der 1:2-Atem.

Das Prinzip ist einfach:

  • 2 Sekunden lang durch die Nase einatmen,
  • 4 Sekunden lang durch die Nase ausatmen.

Das Ausatmen sollte doppelt so lang sein wie das Einatmen.

Wichtig: Atme sanft in deinen Rumpf - Bauch, Seiten, unterer Rücken. Kein Erzwingen, kein Ziehen - einfach in den Atem eintauchen.
Diese einfache Technik beruhigt mein Nervensystem merklich. Ich verwende sie in der U-Bahn, beim Warten, vor Meetings oder am Abend, wenn mein Verstand noch nicht zur Ruhe gekommen ist. Sie ist schnell, leise und unglaublich effektiv. Oft reichen schon 5 Atemzüge, und ich fühle mich: Ich bin wieder da.

Was sich für mich verändert hat

Seitdem ich regelmäßig mit meinem Atem arbeite - ob tief mit Beambreath® oder auf alltagsfreundliche Weise mit gezielten Übungen - hat sich mein inneres Erleben grundlegend verändert:

  • Ich schlafe besser und tiefer und wache erholter auf.
  • Ich merke früher, wenn ich gestresst oder getriggert bin - und kann handeln, bevor ich "explodiere"
  • Ich fühle mich insgesamt ruhiger, gleichzeitig aber auch klarer und entschlossener.
  • Ich vertraue mir selbst mehr - nicht dem Verstand, sondern dem Körper.

Und vor allem: Ich habe ein Werkzeug, das ich immer bei mir trage. Es kostet nichts. Es braucht keine App. Nur meine Anwesenheit.

Tipps für den Einstieg

Wenn du mit Atemarbeit beginnen möchtest, hier ein paar persönliche Empfehlungen, die mir geholfen haben - ohne Vorkenntnisse oder Ausrüstung:

1. Beginne mit kleinen Routinen

Du musst nicht gleich 30 Minuten am Tag atmen. Nur 2-5 Minuten am Morgen oder Abend machen einen Unterschied. Behandle es wie das Zähneputzen - nur von innen.

2. Achte während des Tages auf deinen Atem

Beobachte dich von Zeit zu Zeit: Atmest du oberflächlich? Hältst du unbewusst den Atem an? Sich dessen bewusst zu werden, kann schon viel verändern.

3. Bevorzuge die Nasenatmung

Deine Nase ist zum Atmen da. Sie filtert, befeuchtet und beruhigt. Ich versuche, auch beim Gehen oder Sprechen durch die Nase zu atmen - so oft ich kann.

4. Sei neugierig, nicht ehrgeizig

Atemarbeit ist kein Wettkampfsport. Es geht nicht darum, "besser" zu atmen, sondern bewusster. Manchmal kann viel dabei herauskommen - und das ist okay.

5. Lass dich führen

Vor allem beim verbundenen Atmen ist eine geführte Sitzung hilfreich. Ob live, in einem Kurs oder per Audio - es gibt viele Möglichkeiten. Und: Du musst nicht alles alleine machen.

Atmen als Langlebigkeitspraxis

Wenn wir über Langlebigkeit sprechen, denken viele Menschen an Ernährung, Sport, Nahrungsergänzungsmittel oder Schlafhygiene. Und ja - all das ist wichtig. Aber der Atem ist oft der leiseste und doch mächtigste Regulator unserer Gesundheit.

Ein reguliertes Nervensystem, stabile Gefühle und ein klarer Geist sind kein Luxus. Sie sind die Grundlage für ein Leben mit Qualität, Tiefe und Präsenz. Und sie beginnen - mit einem bewussten Atemzug.
Für mich bedeutet Langlebigkeit nicht nur, alt zu werden. Es bedeutet, sich so oft wie möglich lebendig zu fühlen.

Vielleicht ist das auch dein nächster Schritt: Nicht etwas anderes tun, sondern einfach atmen - bewusst, verbunden, sanft. Und bemerke, was sich verändert, wenn du dich wieder hören kannst.

Nicht in deinem Kopf. Sondern in deinem Atem.

>
0 likes
Published: September 1st, 2025

Author:

Ich bin der Gründer von Beamdream Breathworks. Nach mehr als einem Jahrzehnt Yoga hat mich eine lebensverändernde Atemarbeit-Session in Wien auf einen neuen Weg gebracht. Seit 2020 habe ich mich in Berlin und darüber hinaus weitergebildet, BEAMBREATH® entwickelt und unterrichte PSYCHEDELIC BREATH®. Ich lebe im naturreichen Südburgenland und kreiere geerdete, moderne Atemreisen – online und persönlich – die effektive Techniken mit wissenschaftlichen Erkenntnissen verbinden. www.beamdream.com @beamdream_breathworks

Entdecke vertrauenswürdige Longevity-Marken
und Experten Health Stacks

Hör auf, Geld für wirkungslose Produkte zu verschwenden
Spare bis zu 5 Stunden Recherche pro Woche
Jeden Donnerstag in deinem Postfach