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Der wissenschaftliche Ansatz für Gesundheit, Leistung und Langlebigkeit

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Der wissenschaftliche Ansatz für Gesundheit, Leistung und Langlebigkeit

Forschungen zum Unternehmertum zeigen, dass erfolgreiche Innovationen von Menschen gemacht werden, die die Zukunft aktiv gestalten, anstatt darauf zu warten, dass die Zukunft eintritt. Warum sollten wir also warten, bis sich schwere Krankheitssymptome zeigen, bevor wir anfangen, uns um unsere Gesundheit zu kümmern?

Gehen wir in unserer Geschäftsmetapher noch einen Schritt weiter: Es ist viel zu riskant, ein Produkt zu entwickeln, ohne seine Annahmen zu testen, Daten zu sammeln und zu iterieren. Warum also sollten wir unsere Gesundheit mit Vermutungen und allgemeinen Ratschlägen angehen? Ist nicht deine eigene Gesundheit das wichtigste "Produkt", an dem du arbeitest? In diesem Artikel erkläre ich meinen proaktiven Ansatz für die Gesundheit.

Wenn ich eines aus meiner jahrelangen Arbeit mit agilen Ansätzen wie Build-Measure-Learn (Lean Startup) oder Plan-Do-Check-Act (Deming-Cycle) oder der Iteration in Sprints (Scrum) gelernt habe, dann dies: In unsicheren und komplexen Umgebungen ist ein wissenschaftlicher Ansatz ("Hypothese-Experimentieren-Iterieren") der Schlüssel! Und was ist komplexer als deine Gesundheit?

Gesundheit ist ein Experiment - also behandle sie wie eines

Der menschliche Stoffwechsel ist ein riesiges, anpassungsfähiges System. Nehmen wir zum Beispiel Magnesium: Es ist an über 300 enzymatischen Prozessen beteiligt. Wenn dein Körper unterversorgt ist, schaltet er nicht einfach ab, sondern er setzt Prioritäten. Mein Körper setzt vielleicht andere Prioritäten als deiner, je nach Genetik, Lebensstil und aktueller Situation.

Deshalb sagen die Symptome allein selten alles aus. Müdigkeit, Hirnnebel oder Muskelkrämpfe könnten auf einen Magnesiummangel hindeuten - oder auch nicht. Vielleicht ist ein anderer Engpass, wie z.B. zu wenig Natrium, die Ursache für die Krämpfe.

Anstatt blind zu supplementieren, verfolge ich einen iterativen Ansatz:

  1. Messen - Teste Blutmarker, um mögliche Mängel zu erkennen.
  2. Analysieren - Nutze die Daten, um fundierte Entscheidungen über Supplementierung oder Ernährungsumstellung zu treffen.
  3. Anpassen - Änderungen umsetzen und nach einer bestimmten Zeit erneut messen.

Genauso wie bei der agilen Produktentwicklung geht es um kleine, kontrollierte Experimente statt um rücksichtsloses Ausprobieren.

Wenn du neugierig bist, tiefer in das Thema N=1-Experimente einzutauchen, könnte dieser Artikel von Nick Norwitz ein inspirierender nächster Schritt sein: Paving the path for n=1 citizen science.

Das Fundament: essentielle vs. semi-essentielle Mikronährstoffe

Bei der Optimierung der Gesundheit konzentriere ich mich auf essentielle und semi-essentielle Mikronährstoffe:

  • Essentielle Mikronährstoffe - Der Körper kann sie nicht selbst herstellen, also müssen wir sie über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen. Dazu gehören Vitamine, (Spuren-)Mineralien, Aminosäuren und Fettsäuren (z.B., EPA und DHA Omega-3-Fettsäuren).
  • Halb-essentielle Mikronährstoffe - Der Körper kann sie selbst herstellen, aber oft nicht in ausreichender Menge (vor allem unter Stress oder im Alter).

Meine Hypothese zu (halb-)essentiellen Mikronährstoffen

Wenn ich für eine optimale Versorgung mit allen essentiellen und halb-essentiellen Mikronährstoffen sorge, hat mein Körper die bestmögliche Grundlage, um mit Stress, Infektionen und den täglichen Leistungsanforderungen umzugehen.

Aus meiner Sicht ist ein proaktiver Ansatz wie dieser viel besser, als nur auf Symptome zu reagieren, die vielleicht erst dann auftreten, wenn der Körper schon zu lange kompensiert hat.

Warum allgemeine Ratschläge riskant sein können

Du hast wahrscheinlich schon Aussagen gehört wie: "Nimm L-Tyrosin, um das Dopamin für die Motivation zu erhöhen!" Klingt gut, oder? Aber hier ist das Problem:

Die Dopaminsynthese hängt nicht nur von Phenylalanin oder Tyrosin ab. Sie benötigt auch Kofaktoren wie Vitamin B6, Eisen und Kupfer. Wenn einer dieser Faktoren fehlt, wird zusätzliches Phenylalanin oder Tyrosin deiner Motivation nicht helfen. (Anmerkung: Das könnte ein Grund sein, warum Studien oder Erfahrungsberichte manchmal zeigen, dass eine Substanz nicht wirksam ist.)

Oder betrachte Vitamin D: Wenn du davon ausgehst, dass du einen Mangel hast und hohe Dosen einnimmst, ohne sie zu testen, könntest du zu viel nehmen und ein Kalziumungleichgewicht verursachen, das zu Nierensteinen, Arterienverkalkung oder einer Abnahme der Knochendichte führt. Deshalb messe ich immer, bevor und nachdem ich etwas ändere.

Strategische Nahrungsergänzung: vorausschauend handeln, nicht nur reagieren

Auch wenn das Messen wichtig ist, gibt es Situationen, die eine proaktive Anpassung erfordern:

  • Leistungsoptimierung - Wenn ich mich auf einen Ausdauerwettkampf vorbereite, warte ich nicht auf meine nächste Blutuntersuchung, um sicher zu sein, dass mir die Elektrolyte ausgehen, sondern erhöhe die Mineralstoffzufuhr schon vorher.
  • Lebensstilfaktoren - Wenn ich weiß, dass ich wenig Sonne abbekomme, überwache ich den Vitamin-D-Spiegel genauer.
  • Medikamentöse Wechselwirkungen - Einige Medikamente verbrauchen Nährstoffe (z.B., statine senken CoQ10, Antibabypillen beeinträchtigen B-Vitamine). Wenn ich langfristig Medikamente einnehmen müsste, würde ich das in meinen Gesundheitsplan einbeziehen.

Es geht nicht darum, blindlings Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen - es geht um strategische Präzision.

Abschließende Erkenntnis: Gesundheit, der agile Weg

  • Wenn dir Leistung und Langlebigkeit wichtig sind, solltest du aufhören, dich auf allgemeine Gesundheitsratschläge zu verlassen. Geh stattdessen so an deinen Körper heran, wie du an den Aufbau eines Hochleistungssystems herangehen würdest:
  • Teste, statt zu raten - Daten schlagen Annahmen.
  • Messe und iteriere - Kleine Anpassungen, die im Laufe der Zeit getestet werden, führen zu besseren Ergebnissen.
  • Ganzheitlich denken - Mängel und Ungleichgewichte sind oft miteinander verbunden.

Denn genau wie im Geschäftsleben gilt: Was du nicht misst, kannst du nicht verbessern. Und vielleicht ist es eine gute Idee, jemanden mit Fachwissen und Erfahrung zu bitten, dich bei deinen ersten Schritten zu begleiten und zu coachen.

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Published: February 3rd, 2025

Author:

Mentor für Vitalität mit besonderer Expertise in essentiellen Mikronährstoffen: Messen – Planen – Optimieren – wiederholen! Mit jahrelanger Erfahrung als Projektmanagement-Berater, Coach für Führung und Agilität, Facilitator für Co-Creation und Effectuation-Experte. https://vital.bartlog.de/ (beta)

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