Magazin | Top 10 Ergänzungsmittel zum Abnehmen

Top 10 Ergänzungsmittel zum Abnehmen

Geschrieben von 15 Minuten Lesezeit
Top 10 Ergänzungsmittel zum Abnehmen

Sorry, but Pizza eats Supplements for Breakfast - what supplements really do for body fat reduction

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum dieser Artikel? Eine kleine Warnung davor, Wunder zu erwarten
  2. Das Fundament der Körperfettreduktion: Energie, Ernährung, Bewegung
  3. Warum ein Kaloriendefizit manchmal nicht genug ist: Stoffwechsel, Genetik, Hormone und mehr
  4. Keine Abkürzung: was Nahrungsergänzungsmittel (nicht) bewirken
  5. Medizinische Abkürzungen und riskante Experimente
  6. Top 10+ Nahrungsergänzungsmittel zur Gewichtsabnahme: Wirkung, Beweise, Risiken
  7. Fazit: Wenn du es tust - tu es mit einem Plan, nicht mit Pillenphantasien

1. Warum dieser Artikel? Eine kleine Warnung vor der Erwartung von Wundern

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem Freund - nennen wir ihn Tom. Tom wollte abnehmen. Schnell. Nach drei Tagen mit grünen Shakes und Apfelessigkapseln sagte er frustriert im Café: "Ich habe alles probiert, nichts funktioniert!" - Spoiler: Pizza zu Mittag, Eiskaffee am Nachmittag, Chips am Abend.
Wenn du also nach dem magischen Nahrungsergänzungsmittel suchst, das das Körperfett wie Butter in der Sonne schmelzen lässt - bist du hier falsch. Aber wenn du wissen willst, was wirklich hilft (und was dich unterstützen kann), dann lies weiter.

2. Die Grundlage der Körperfettreduktion: Energie, Ernährung, Bewegung

Kaloriendefizit: Wesentlich! Du verlierst Körperfett, wenn du dauerhaft weniger Kalorien zu dir nimmst, als du verbrennst: wahrscheinlich 10-25%. Du kannst die Aufnahme reduzieren (Ernährung) und/oder den Output erhöhen (Sport). Achte aber darauf, dass du durch die Einschränkung deiner Kalorienzufuhr nicht in einen Mikronährstoffmangel (Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, Fettsäuren und Aminosäuren) gerätst, denn das könnte zu den in Kapitel 3 beschriebenen Situationen führen!

Ernährung: Viele Wege führen nach Rom. Entscheidend ist, einen Weg zu finden, den du langfristig durchhalten kannst:

  • Keto/Low Carb Diät senkt die Kohlenhydrate, um die Fettverbrennung anzukurbeln.
  • Mediterrane Ernährung: viel Gemüse, gesunde Fette, wenig Zucker - eine der am besten untersuchten und nachhaltigsten. Achtung: Die täglichen Portionen Pizza oder riesige Spaghetti Carbonara zählen nicht wirklich.
  • Vegan kann kalorienarm und reich an Ballaststoffen/Nährstoffen sein - oder auch nicht: Pommes und Chips können auch vegan sein, aber sie sind selten kalorienarm oder gesund.

Die meisten oder sogar alle diese Diäten haben mindestens zwei Grundsätze gemeinsam, wenn es um Gesundheit und einen gesunden Stoffwechsel geht: Vermeide extrem verarbeitete Lebensmittel und Zucker! Bevorzuge natürliche/organische Lebensmittel, vor allem Gemüse, weil es unter anderem viele Ballaststoffe enthält.

Hohe Eiweiß Zufuhr: Eine eiweißreiche Ernährung hilft in mehrfacher Hinsicht: Sie erhöht das Sättigungsgefühl, schützt die Muskeln (wichtig bei Kaloriendefiziten und Training), kurbelt die Kalorienverbrennung durch den thermischen Effekt an, reduziert den Heißhunger und kann GLP-1 erhöhen. Unterm Strich führt eine hohe Proteinzufuhr zu einer leichteren und nachhaltigeren Gewichtsabnahme!

Extras weglassen: Bewusst, nicht dogmatisch: Oft sind es die Snacks - der Milchkaffee mit Geschmack, der Kuchen am Nachmittag, der Softdrink nach der Arbeit, die Chips auf dem Sofa - die uns zum Umfallen bringen. Wenn du nur eine Gewohnheit ablegst, sparst du ~300-500 kcal/Tag - ohne große Opfer.

Intermittierendes Fasten: Iss weniger oft - gib deinem Körper Zeit, die Fettspeicher anzuzapfen. Fang damit an, zwischen deinen Hauptmahlzeiten nicht mehr zu naschen. Dann versuche, eine Mahlzeit auszulassen. Für viele ist es ein einfacher Weg, weniger zu essen und achtsamer zu werden. Aber es ist nicht für jeden geeignet - manche essen später zu viel und machen den Vorteil wieder zunichte.

Blutzuckerstabilisierung: Beginne deine Mahlzeiten mit Ballaststoffen und/oder Eiweiß und beende sie mit (komplexen) Kohlenhydraten - und dein Blutzucker dankt es dir. Weniger Heißhunger, konstantere Energie, bessere Fettverbrennung. Und es ist besser, das Fasten zu brechen und den Tag mit einer herzhaften Mahlzeit zu beginnen als mit einer süßen.

Natürliche Helfer:

  • Apfelessig vor kohlenhydratreichen Mahlzeiten kann Glukosespitzen deutlich abschwächen - 1 Esslöffel in Wasser, ~15 min vor dem Essen.
  • Ceylon-Zimt (nicht Cassia) kann die Insulinempfindlichkeit verbessern und die Glukoseaufnahme verlangsamen - probiere ihn in Joghurt, Haferflocken oder Quark.
  • Außerdem gibt es spezielle "Anti-Spike"- oder "Glukose-Kontroll"-Präparate, die vor kohlenhydratreichen Mahlzeiten eingenommen werden können.

Ein noch einfacheres Mittel: Bewege dich innerhalb von 30 Minuten nach dem Essen - Verdauungsspaziergänge, Kniebeugen, was auch immer deinem Körper signalisiert, dass er die Kohlenhydrate braucht, um sich zu bewegen und nicht, um sie zu speichern!

Scharfe Gewürze: Ingwer, schwarzer Pfeffer, Capsaicin (z.B., chili) haben eine leichte thermogene Wirkung - sie erhöhen kurzfristig den Energieverbrauch, den Kreislauf und den Stoffwechsel. Das ist zwar keine Wunderwaffe, aber hilfreich und verleiht faden Diätmahlzeiten mehr Geschmack.

Wasser: Einfaches Wasser zu trinken ist gesund; Studien zufolge unterstützt es den Fettstoffwechsel und die Gewichtsabnahme. ~0,5 l ca. 30 min vor den Mahlzeiten hilft, den Appetit zu zügeln. Vermeide zuckerhaltige Softdrinks, (große Mengen an) Säften und natürlich: Trink keinen Alkohol, denn er stresst deinen Körper, stört deinen Schlaf und deine Fettverbrennung.

Bewusste Kälteexposition: Kalte Duschen, Eisbäder - kurbeln den kurzfristigen Energieverbrauch an, können beige/braunes Fett aktivieren, das den Stoffwechsel erhöht, und bauen die Stressresistenz auf. Nichts für Weicheier - aber es kann helfen.

Natürlich: Bewegung! 

  • Krafttraining erhöht die Muskelmasse, was den Ruhestoffwechsel langfristig steigert.
  • Zone-2-Cardio verbrennt effektiv Kalorien und vor allem Fett.
  • HIIT (z.B. Tabata Intervalle) ist zeitsparend und steigert die Kalorienverbrennung nach dem Training.

Ein paar zusätzliche Hacks:

Bewege dich im Laufe des Tages: Geh zu Fuß, statt für kurze Strecken das Auto oder den Bus/die U-Bahn zu nehmen, nimm die Treppe statt den Aufzug, usw. Wenn du auf den Zug oder einen Flug wartest: mach ein paar Bewegungs-Snacks. Mach Bewegung zur Gewohnheit!

Zuletzt aber nicht nur: Schlaf und Erholung! Wenn du schlecht schläfst, viel Cortisol produzierst und ständig auf Sympathikustrieb läufst - brauchst du keine Fettabbaupillen, sondern erst einmal Entspannung!

3. Warum ein Kaloriendefizit manchmal nicht ausreicht: Stoffwechsel, Genetik, Hormone und mehr

"Weniger essen, mehr bewegen" - klingt einfach, ist es aber oft nicht. Besonders frustrierend ist es, wenn du alles richtig machst: Kalorien zählen, ein Defizit einhalten, trainieren - aber dein Körper hält hartnäckig am Fett fest.

Willkommen in der Welt der metabolischen Flexibilität - oder ihrer Abwesenheit.

Ein flexibler Stoffwechsel kann je nach Bedarf zwischen Kohlenhydrat- und Fettverbrennung wechseln. Viele Menschen verlieren diese Fähigkeit aufgrund von jahrelangem Überessen, chronischem Stress, Schlafmangel und ständigem Naschen. Der Körper kann das gespeicherte Fett nicht mehr effizient anzapfen - selbst wenn du ein Kaloriendefizit hast.

Ein weiterer Hemmschuh: (chronische) Entzündungen:

Entzündungsmediatoren wie TNF-α, IL-6, CRP beeinträchtigen die Insulinsensitivität: Die Glukoseaufnahme sinkt, der Blutzucker bleibt hoch, die Fettverbrennung kommt ins Stocken.

Sie behindern auch die Funktion der Mitochondrien: geringerer Energieverbrauch, weniger Thermogenese, geringere Fettverbrennung.

Hüte dich vor dem Teufelskreis: Viszeralfett ist nicht nur ein Energiespeicher - es ist hormonell aktiv und setzt entzündungsfördernde Zytokine frei. Bis zu einem gewissen Grad "entsorgt" der Körper dort schädliche Stoffe oder schließt sie ein. Aber wenn sie nicht reduziert wird, entstehen chronische Entzündungen, die zu systemischem Stress, Insulinresistenz und Stoffwechselproblemen führen.

Es könnte auch sinnvoll sein, einen Blick auf dein Verdauungssystem und insbesondere auf dein Darmmikrobiom zu werfen. dein Darm-Mikrobiom: Ein unausgewogenes Mikrobiom oder ein undichter Darm kann sich auf die Hormone auswirken, zu schwachen (chronischen) Entzündungen und Insulinresistenz, zu einem erhöhten Cortisolspiegel und zu einer verminderten Fettoxidation führen.

Auch hormonelle Bremsen können anziehen:

  • Insulin: Ein leichter Anstieg verhindert den Fettabbau.
  • Cortisol: Stress/Entzündungen erhöhen es → Blutzucker steigt, Appetit steigt, Muskeln werden abgebaut, besonders hartnäckiges Bauchfett widersteht der Verbrennung.
  • Leptin & Ghrelin: Sättigungs-/Hungerhormone spielen verrückt (Schlafmangel, Crash-Diäten, Entzündungen) → ständiger Hunger trotz ausreichender Energie.
  • Schilddrüsenhormone: Ein langsamer Stoffwechsel aufgrund von Hormonmangel erschwert den Fettabbau - selbst mit Disziplin.
  • Östrogen/Testosteron: Beide beeinflussen, wie viel und wo Fett gespeichert wird.

Was könnte helfen?

Bei Verdacht Entzündungsmarker, Darmmikrobiom und/oder Hormone im Labor testen. Dann eine gezielte Optimierung anstreben: Entzündungen reduzieren, das Darmmikrobiom harmonisieren und/oder die Hormone normalisieren. Und dann schrittweise die metabolische Flexibilität wiederherstellen:

  • Schlaf- und Stressmanagement: Entspannung (z.B. durch Achtsamkeit, Meditation, Yoga, Atemarbeit, ... und vielleicht mit Hilfe von Adaptogenen und anderen Nahrungsergänzungsmitteln) ist kein Bonus - sie ist eine Voraussetzung.
  • Blutzuckerstabilisierung: Reihenfolge der Mahlzeiten, Bewegung nach den Mahlzeiten, vielleicht einige spezifische Ergänzungsmittel.
  • Metabolisches Flexibilitätstraining: intermittierendes Fasten, Fastentraining (besonders Zone-2), gezielte Low-Carb-Phasen.

Ein Kaloriendefizit ist notwendig - aber nicht, wenn dein Körper im "Bypass-Modus" ist Dann brauchst du nicht mehr Disziplin, sondern eine klügere Strategie.

Auch genetische Veranlagungen (z.B. LEPR, FTO, PPARG, MC4R, ADRB3, ATGL, AMY1, DRD2) können das Abnehmen erleichtern oder erschweren oder dafür sorgen, dass bestimmte Strategien besser für deine Biologie funktionieren. Ein DNA-Test kann dir Hinweise geben - oder du findest durch kleine Experimente deine beste persönliche Strategie.

4. Keine Abkürzungen: Was Nahrungsergänzungsmittel (nicht) tun

Nahrungsergänzungsmittel sind nicht die Lösung - aber sie können dich dabei unterstützen, deine Ziele zu erreichen. Sie können:

  • den Appetit zügeln
  • den Blutzucker stabilisieren
  • die Thermogenese unterstützen
  • die Verdauung und das Sättigungsgefühl verbessern

Aber: wenn die Grundlage nicht solide ist, sind sie nur verschwendetes Geld.

Natürlich können Nahrungsergänzungsmittel dir auch dabei helfen, die Grundlage zu schaffen, indem sie Mikronährstoffmängel beseitigen, (chronische) Entzündungen reduzieren, dein Darmmikrobiom harmonisieren und deine Hormone regulieren. Aber das ist eine andere Geschichte oder ein anderer Artikel.

5. Medizinische Abkürzungen und riskante Experimente

  • Ozempic & co. - wirksam und nicht ohne Grund verschreibungspflichtig! Nur unter ärztlicher Aufsicht!
  • SARMs, Peptide, "Fettverbrenner" vom "grauen" Markt - experimentell, manchmal illegal, oft riskant.

6. Top 10+ Nahrungsergänzungsmittel zur Gewichtsabnahme: Wirkungen, Beweise, Risiken

Kurzer Hinweis: Die Wirkungen variieren stark von Person zu Person - siehe Kapitel 3, warum!

Koffein

Evidence & Efficacy
Viele Studien zeigen, dass Koffein den Energieverbrauch steigert, den Fettstoffwechsel beim Sport erhöht und den Appetit vorübergehend unterdrückt. Es kann die Leistung bei Ausdauer- und Krafttraining steigern.

Risiken & amp; Nebenwirkungen
Vermeide Koffein am Nachmittag oder später, da es deinen Schlaf stört. Hohe Dosen können zu Nervosität, Herzrasen, Schlafstörungen und Toleranz führen - besonders bei gestressten Menschen oder Abendkonsumenten. Die Kombination mit L-Theanin oder Taurin kann Nervosität reduzieren.

Dosierung
200 bis 400 mg vor dem Training, maximal 400 mg täglich (~4 Tassen Kaffee). Nimm L-Theanin im Verhältnis 1:1 oder 2:1 (z.B. 200 mg Theanin zu 100 mg Koffein).

Grüntee-Extrakt (EGCG)

Evidence & Efficacy
EGCG hat moderate Auswirkungen auf den Fettabbau und den Stoffwechsel, besonders in Kombination mit Koffein. 

Risiken & Nebenwirkungen
Bei hohen Dosen besteht die Gefahr von Leberschäden und Magenverstimmungen. In Kombination mit Koffein können sich die Wirkungen verstärken - sowohl im Guten als auch im Schlechten.

Dosierung
300-500 mg täglich.

Berberin

Evidenz & Wirksamkeit
Kann den Blutzucker senken, die Insulinsensitivität erhöhen und einen mäßigen Gewichtsverlust bewirken.

Risiken & amp; Nebenwirkungen
Verdauungsprobleme; Wechselwirkungen mit Metformin, Gerinnungshemmern und Leberenzymen; in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen.

Dosierung
500 mg, bis zu dreimal täglich zu den Mahlzeiten (oder 30 Minuten vor einer Mahlzeit, um Blutzuckerspitzen abzufangen).

Ballaststoffe (Psyllium Husk / Beta Glucan / Glucomannan)

Nachweis & Wirksamkeit
Ballaststoffe fördern das Sättigungsgefühl und führen über Monate hinweg zu einer moderaten Gewichtsabnahme durch reduzierte Kalorienzufuhr - außerdem stabilisieren sie den Blutzucker.

Risiken & Nebenwirkungen
Anfänglich Blähungen, Völlegefühl, gelegentlich Durchfall. Erstickungsgefahr bei zu wenig Wasser.

Dosierung
Psyllium Husk: insgesamt 7 bis 15 g pro Tag, 30 Minuten vor einer Mahlzeit mit mindestens 250 ml Wasser. Beta-Glucan: etwa 3 g pro 30 g Kohlenhydrate mit 250 ml Wasser, 30 min vor einer kohlenhydratreichen Mahlzeit. Glucomannan: 1 g mit mindestens 250 ml Wasser, 30 Minuten vor einer Mahlzeit. Fang klein an und steigere schrittweise, wenn deine Ballaststoffzufuhr vorher niedrig war.

L-Carnitin

Nachweis & Wirksamkeit
Fördert den Transport von Fettsäuren zu den Mitochondrien, steigert die Ausdauer, kann in Kombination mit Training den Fettabbau unterstützen.

Risiken & Nebenwirkungen
Im Allgemeinen gut verträglich; kann leichte Magenverstimmung, fischigen Geruch verursachen. Mögliche Bedenken wegen TMAO (Tipp: gealterter Knoblauchextrakt könnte helfen). Sei vorsichtig, wenn du Schilddrüsen- oder blutverdünnende Medikamente einnimmst.

Dosierung
1 bis 2 g täglich, aufgeteilt in 2 bis 4 Dosen, am besten vor dem Training.

Probiotika 

Nachweis & Wirksamkeit
Spezifische Stämme wie Lactobacillus gasseri und Bifidobacterium breve reduzieren nachweislich das viszerale Fett und die Maße. Positive Effekte werden in 4 bis 12 Wochen beobachtet.

Risiken & Nebenwirkungen
Sicher für gesunde Menschen; immungeschwächte Personen sollten vorsichtig sein. Möglicherweise leichte Blähungen oder Durchfall.

Dosierung
Mindestens 1 Milliarde KBE täglich, vorzugsweise beide Stämme. Für den Blutzucker deuten Studien auf bessere Ergebnisse bei 40 Milliarden KBE/Tag und mehr hin.

MCT-Öl

Evidence & Efficacy
Fördert die Ketose (besonders beim Fasten), sorgt für schnelle Sättigung und Energie, unterstützt Ausdauer und Fettabbau. Passt gut zu Koffein in "Fettkaffee"

Risiken & Nebenwirkungen
Hohe Dosen können Übelkeit, Durchfall und Blähungen verursachen.

Dosierung
Ersetze(!) täglich 15 bis 25 g anderer Fette durch MCT-Öl - füge es nicht einfach deiner Ernährung hinzu! (Erinnerst du dich? Kaloriendefizit!) Es eignet sich hervorragend als Treibstoff vor dem Training oder als Energieschub am späten Vormittag.

5-HTP (5-Hydroxytryptophan)

Evidence & Efficacy
Kann Heißhungerattacken reduzieren - besonders bei emotionalem Essen und Serotoninmangel. Studien zeigen eine deutliche Appetitreduzierung.

Risiken & Nebenwirkungen
Kann den Blutdruck senken, Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen; mögliches Serotonin-Syndrom mit Antidepressiva (SSRIs/MAOIs). Vorsicht bei serotoninwirksamen Medikamenten.

Dosierung
200 bis 300 mg auf nüchternen Magen, bis zu dreimal täglich, 30 Minuten vor den Mahlzeiten.

Green Coffee Extract

Evidenz & Wirksamkeit
Green Coffee enthält Chlorogensäure, die den Glukosestoffwechsel beeinflussen und die Fettaufnahme im Darm verringern kann. Kleine Studien deuten auf einen moderaten Gewichts- und Fettverlust, verminderten Appetit und eine verbesserte Insulinsensitivität hin - vor allem bei übergewichtigen Personen, mit stärkeren Auswirkungen bei Frauen. Aber die Datenlage ist noch begrenzt.

Risiken & Nebenwirkungen
Generell sicher und gut verträglich. Kann Koffein enthalten - kann zu Nervosität, Schlafstörungen und Magenverstimmung führen. Chlorogensäure in hohen Mengen kann Verdauungsprobleme verursachen.

Dosierung
400 bis 800 mg Extrakt (standardisiert auf 45-55% Chlorogensäure) täglich, mindestens 4 Wochen lang.

Yohimbin

Evidenz & Wirksamkeit
Kann hartnäckiges Fett mobilisieren - vor allem beim Fasten oder Fastentraining und in Synergie mit Koffein. Die Nachweise sind noch begrenzt. Nichts, womit man anfangen könnte!

Risiken & Nebenwirkungen
Ein Stimulans, das den Blutdruck und die Herzfrequenz erhöhen und Auswirkungen auf das Nervensystem haben kann - Nervosität, Schlafprobleme. Nicht geeignet für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen, Angstzuständen oder Stress.

Dosierung
Ungefähr 10 bis maximal 20 mg täglich (~0,25 mg/kg Körpergewicht), auf leeren Magen eingenommen (mindestens 90 Minuten nach dem Essen), idealerweise 30 Minuten vor dem Training.

Hätte es fast auf die Liste geschafft (aber nicht ganz):

  • Yerba Mate - enthält Koffein (weniger, wenn kalt gebrüht); kann den Appetit unterdrücken, Fettsäuren mobilisieren und GLP-1 erhöhen. Kleine Studien zeigen eine leichte Gewichtsabnahme. Gute Wasser-/Tee-Alternative zu zuckerhaltigen Getränken, aber erwarte nicht zu viel Wirkung!
  • CLA (konjugierte Linolsäure) - Meta-Analysen zeigen einen kleinen, aber signifikanten subkutanen Fettverlust. Leichter Anstieg des Nüchternblutzuckers und der AST; uneinheitliche entzündungshemmende und entzündungsfördernde Wirkungen.
  • Afrikanische Mango (Irvingia Gabonensis) - kleine Studien zeigen verminderten Appetit, mäßigen Gewichts- und Taillenverlust über 8-12 Wochen, insbesondere viszerales Fett. Die Beweise sind noch begrenzt.
  • Garcinia Cambogia - Studien zeigen einen mäßigen Gewichts-/Fettverlust und eine Verringerung der Taille, aber einige Fallberichte über Leberschäden. Die Dosen variieren; es ist schwer, eine sichere/effektive Menge zu definieren.
  • Fucoxanthin - bisher nur eine vielversprechende Humanstudie; noch nicht repliziert.
  • Coleus forskohlii (Forskolin) - einige vielversprechende, aber gemischte/weniger hochwertige Studien; die Wirkung ist nicht überzeugend bewiesen.
  • Synephrin (Bitterorange) - es wird vermutet, dass es die Fettverbrennung wie Ephedrin fördert. Keine hochwertigen Einzelstudien; langfristige Sicherheit/Wirksamkeit ungewiss.
  • Himbeerketone - bisher keine Humanstudien, die eine über Placebo hinausgehende Wirkung zeigen; Tierstudien deuten auf erhebliche Nebenwirkungen bei hohen Dosen hin.

7. Fazit: Wenn du es tust - tu es mit einem Plan, nicht mit Pillenfantasien

Nahrungsergänzungsmittel sind Werkzeuge, kein Ersatz für ein solides Fundament: Kaloriendefizit, Bewegung, Schlaf und Stressmanagement sind die Basis. Jede Ergänzung sollte auf deine Gesundheit, deine Medikamente und deine Ziele zugeschnitten sein.

Alles andere gleich zu machen und ein paar Kapseln zu schlucken, um abzunehmen, ist wie der Versuch, eine giftige Teamkultur mit einer Tischtennisplatte zu reparieren: gut gemeint, aber kaum effektiv.

Und wenn du deine Grundlagen in Ordnung hast, kann die richtige Ergänzung - klug eingesetzt - ein paar Prozent mehr herausholen oder dich ein bisschen schneller ans Ziel bringen.

Aber um es klar zu sagen: nur ein paar Prozent.



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Published: July 8th, 2025

Quellen

Author:

Mentor für Vitalität mit besonderer Expertise in essentiellen Mikronährstoffen: Messen – Planen – Optimieren – wiederholen! Mit jahrelanger Erfahrung als Projektmanagement-Berater, Coach für Führung und Agilität, Facilitator für Co-Creation und Effectuation-Experte. https://vital.bartlog.de/ (beta)

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