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Was GABA in deinem Gehirn macht

GABA (Gamma-Aminobuttersäure) ist der wichtigste hemmende Neurotransmitter in deinem Gehirn. Während andere Neurotransmitter die Neuronen anregen und aktivieren, hemmt GABA sie und sorgt so für eine beruhigende Wirkung, die die Erregbarkeit der Neuronen im gesamten zentralen Nervensystem verringert [1]. Stell dir dein Gehirn wie einen Gaspedal und eine Bremse vor. Glutamat ist das Gaspedal, das dich wach und konzentriert hält. GABA ist die Bremse, die eine Überstimulation verhindert.

GABA und die Regulierung von Angstzuständen

Viele Medikamente gegen Angstzustände wirken, indem sie die GABA-Signalübertragung an den GABA-A- und GABA-B-Rezeptoren verstärken. Forschungen zeigen, dass Medikamente wie Benzodiazepine an diese Rezeptoren binden und ihre beruhigende Wirkung verstärken, was ihre Wirksamkeit bei akuten Angstzuständen erklärt [2]. Diese Medikamente bergen jedoch erhebliche Risiken hinsichtlich Abhängigkeit und Nebenwirkungen. Niedrige GABA-Spiegel werden durchweg mit Angststörungen, Schlaflosigkeit und chronischem Stress in Verbindung gebracht.

Schlaf und das GABAerge System

GABA spielt durch seine Wirkung auf GABA-A-Rezeptoren eine zentrale Rolle beim Einschlafen und Durchschlafen. Gegen Abend steigt die GABA-Aktivität auf natürliche Weise an und hilft dabei, die NREM-Schlafphasen einzuleiten und aufrechtzuerhalten [2]. Menschen mit Schlaflosigkeit weisen in bildgebenden Untersuchungen des Gehirns oft einen verringerten GABA-Spiegel auf. Das GABAerge System umfasst Interneuronen in der gesamten Großhirnrinde, im limbischen System und im Hirnstamm, die die Erregung und den Schlaf-Wach-Rhythmus regulieren.

Natürliche Wege zur Unterstützung der GABA-Funktion

Anstatt sich auf GABA-Präparate zu verlassen, die nur begrenzt die Blut-Hirn-Schranke überwinden können, empfehlen Forschungsergebnisse eher Änderungen des Lebensstils. Regelmäßige aerobe Bewegung erhöht die GABA-Konzentration im Gehirn. Meditation und Achtsamkeitsübungen aktivieren die GABA-Kreisläufe. Magnesium unterstützt die Empfindlichkeit der GABA-Rezeptoren, während Vitamin B6 als Cofaktor für das Enzym dient, das Glutamat in GABA umwandelt. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus hilft dabei, einen gesunden GABAergen Rhythmus aufrechtzuerhalten.

1.

Bewegung zur Steigerung von GABA

Regelmäßige aerobe Bewegung erhöht den GABA-Spiegel im Gehirn. Strebe mindestens 3-4 Mal pro Woche 30 Minuten moderate Bewegung an, z. B. Gehen, Radfahren oder Schwimmen. Die Wirkung auf Stimmung und Angstzustände kann schon nach einer einzigen Trainingseinheit spürbar sein.
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
2.

Meditation oder tiefes Atmen üben

Yoga, Meditation und langsame Atemübungen aktivieren die GABA-Schaltkreise im Gehirn. Schon 10 bis 15 Minuten täglich können Ängste reduzieren und die Schlafqualität mit der Zeit verbessern.
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
3.

Erhalte genug Magnesium

Magnesium unterstützt die Funktion der GABA-Rezeptoren. Nimm Nüsse, Samen, dunkles Blattgemüse und dunkle Schokolade in deine Ernährung auf. Erwäge eine Nahrungsergänzung, wenn du unter Muskelkrämpfen, Angstzuständen oder schlechtem Schlaf leidest.
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
4.

Essen Sie Vitamin B6-reiche Lebensmittel

Dein Körper braucht Vitamin B6, um Glutamat in GABA umzuwandeln. Gute Quellen sind Geflügel, Fisch, Kartoffeln, Bananen und Kichererbsen. Strebe die empfohlenen 1,3-1,7 mg täglich an.
5.

Behalte einen Schlafplan bei

Wenn du zu festen Zeiten ins Bett gehst und aufwachst, unterstützt das deinen natürlichen GABA-Rhythmus. Dein Gehirn schüttet am Abend mehr GABA aus, um sich auf den Schlaf vorzubereiten. Ein regelmäßiger Zeitplan stärkt dieses Muster.
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
6.

Bewegung zur Steigerung von GABA im Gehirn

Die Forschung zeigt, dass regelmäßiger Ausdauersport die GABA-Konzentration im Gehirn erhöht. Ziel ist es, mindestens 3 bis 4 Mal pro Woche 30 Minuten moderaten Sport wie Gehen, Radfahren oder Schwimmen zu treiben, um auf natürliche Weise Ängste abzubauen.
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
7.

Meditation oder Yoga praktizieren

Achtsamkeitsmeditation und Yoga aktivieren nachweislich die GABA-Schaltkreise im Gehirn. Schon 10-20 Minuten täglich können helfen, Ängste abzubauen und die mentale Ruhe auf natürliche Weise zu verbessern.
8.

Verzehre magnesiumhaltige Lebensmittel

Magnesium unterstützt die Funktion der GABA-Rezeptoren. Nimm Mandeln, Spinat, Kürbiskerne und dunkle Schokolade in deinen Speiseplan auf, um das GABA natürlich zu unterstützen und die Schlafqualität zu verbessern.
9.

Genug Vitamin B6 erhalten

Dein Körper braucht Vitamin B6 als Kofaktor für die Umwandlung von Glutamat in GABA. Gute Quellen sind Geflügel, Fisch, Kartoffeln, Bananen und Kichererbsen.
10.

Behalte einen konstanten Schlafplan bei

Wenn du zu festen Zeiten ins Bett gehst und aufwachst, unterstützt das deinen natürlichen GABA-Rhythmus. Die GABA-Aktivität steigt am Abend an, um sich auf den Schlaf vorzubereiten, und ein regelmäßiger Zeitplan verstärkt dieses Muster.
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
1.

Was ist GABA und was bewirkt es?

GABA (Gamma-Aminobuttersäure) ist der wichtigste inhibitorische Neurotransmitter in deinem Gehirn. Er reduziert die neuronale Erregbarkeit und beruhigt so die Gehirnaktivität. GABA hilft, Ängste abzubauen, fördert die Entspannung und erleichtert den Schlaf. Ohne eine ausreichende GABA-Funktion bleibt dein Gehirn in einem Zustand der Übererregung, was zu Angstzuständen, Unruhe und Schlaflosigkeit führt.
2.

Wirken GABA-Ergänzungsmittel tatsächlich?

Die Beweise sind nicht schlüssig. GABA-Ergänzungsmittel stehen vor einem großen Hindernis: der Blut-Hirn-Schranke. Dieser Schutzfilter verhindert, dass viele Substanzen ins Gehirn gelangen, und GABA ist eine davon. Einige Studien deuten darauf hin, dass kleine Mengen die Schranke passieren können, während andere keine über ein Placebo hinausgehende Wirkung feststellen. Zuverlässiger ist es, die natürliche GABA-Produktion durch Lebensstilfaktoren zu unterstützen.
3.

Was ist der Unterschied zwischen GABA und Glutamat?

GABA und Glutamat sind die wichtigsten hemmenden und erregenden Neurotransmitter des Gehirns. Glutamat erregt die Neuronen und fördert so Wachsamkeit, Lernen und Gedächtnis. GABA bewirkt das Gegenteil - es hemmt die Neuronen, fördert die Ruhe und verhindert eine Überreizung. Sie befinden sich in einem empfindlichen Gleichgewicht. Ein Zuviel an Glutamat im Verhältnis zu GABA führt zu Angstzuständen und Exzitotoxizität. Ein Zuviel an GABA führt zu Sedierung und kognitiver Verlangsamung.
4.

Wie kann ich GABA auf natürliche Weise erhöhen?

Die zuverlässigsten Möglichkeiten, die GABA-Funktion zu unterstützen, sind regelmäßiger Sport (der die GABA-Produktion steigert), Meditation und Yoga (die die GABA-Kreisläufe aktivieren), eine ausreichende Magnesiumzufuhr (die die GABA-Rezeptoren unterstützt) und regelmäßige Schlafgewohnheiten. Auch fermentierte Lebensmittel können die GABA-Produktion über die Verbindung zwischen Darm und Gehirn unterstützen. Vermeide übermäßigen Alkoholkonsum, der zwar vorübergehend die GABA-Produktion ankurbelt, aber langfristig die natürliche Funktion stört.
5.

Was ist der Unterschied zwischen GABA-A- und GABA-B-Rezeptoren?

GABA-A-Rezeptoren sind ionotrop und steuern direkt Ionenkanäle für eine schnelle neuronale Hemmung. Sie sind das Ziel von Benzodiazepinen und vielen Schlafmitteln. GABA-B-Rezeptoren sind metabotrop und wirken über sekundäre Botenstoffsysteme, die eine langsamere und länger anhaltende Wirkung haben. Beide Rezeptortypen sind für die ordnungsgemäße Funktion des Gehirns unerlässlich und regulieren über das GABAerge System alles, vom Muskeltonus bis hin zu Angstzuständen und Schlafqualität.
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Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2026

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