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Krebs
Inhaltsverzeichnis
Krebs verstehen: von der Biologie bis zur Prävention
Krebs ist keine einzelne Krankheit, sondern eine Reihe von Erkrankungen, die durch unkontrolliertes Zellwachstum gekennzeichnet sind. Er entsteht, wenn sich genetische Mutationen in den Zellen ansammeln und die normalen Regulationsmechanismen stören. Während einige Krebsarten stark erblich bedingt sind, zeigen Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation, dass 30 bis 50 % der Krebsfälle durch eine Änderung des Lebensstils und die Reduzierung von Risikofaktoren verhindert werden können [1].
Wie der Lebensstil das Krebsrisiko beeinflusst
Der Zusammenhang zwischen täglichen Gewohnheiten und der Entstehung von Krebs ist gut dokumentiert. Tabakkonsum ist nach wie vor die häufigste vermeidbare Ursache und verantwortlich für etwa 25 % der Krebstodesfälle weltweit. Übergewicht, Bewegungsmangel und schlechte Ernährungsgewohnheiten tragen zu Stoffwechselstörungen bei, die ein krebsförderndes Umfeld schaffen [5]. Alkoholkonsum, selbst in moderaten Mengen, erhöht das Risiko für verschiedene Krebsarten, darunter Brust-, Leber- und Darmkrebs.
Zusammenhang zwischen Stoffwechselgesundheit und Krebs
Insulinresistenz und erhöhter Blutzucker liefern Energie für sich schnell teilende Krebszellen. Fettgewebe, vor allem viszerales Fett, schüttet entzündungsfördernde Zytokine und Wachstumsfaktoren aus, die die Tumorentwicklung fördern. Eine 2017 in Nutrients veröffentlichte systematische Überprüfung und Metaanalyse ergab, dass die Einhaltung einer mediterranen Ernährung die Gesamtkrebssterblichkeit um 14 % und das Darmkrebsrisiko um 18 % senkte [2]. Die schützende Wirkung war vor allem auf den höheren Verzehr von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten zurückzuführen.
Chronische Entzündungen als Treiber
Chronische, leichtgradige Entzündungen schaffen die biologischen Voraussetzungen, die die Entstehung und das Fortschreiten von Krebs begünstigen. Entzündungsprozesse erzeugen reaktive Sauerstoffspezies, die die DNA schädigen, während entzündungsfördernde Zytokine die Zellproliferation fördern und die Apoptose hemmen. Erkrankungen, die mit chronischen Entzündungen einhergehen, darunter entzündliche Darmerkrankungen, Adipositas und persistierende Infektionen, erhöhen das Krebsrisiko erheblich [3].
Unterstützung des Immunsystems und Krebsüberwachung
Das Immunsystem überwacht ständig den Körper und eliminiert bösartige Zellen durch Immunüberwachung. Wenn dieses System durch chronischen Stress, schlechten Schlaf, Nährstoffmangel oder immunsuppressive Medikamente geschwächt ist, können Krebszellen unentdeckt bleiben und Tumore bilden. Schlafmangel reduziert die Aktivität der natürlichen Killerzellen, während chronischer Stress den Cortisolspiegel erhöht, der die Immunfunktion unterdrückt. Eine ausreichende Proteinzufuhr, eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen und regelmäßige körperliche Aktivität unterstützen eine optimale Immunüberwachung.
Evidenzbasierte Präventionsstrategien
Umfassende Änderungen des Lebensstils können das Krebsrisiko deutlich senken [4]. Zu den wichtigsten Strategien gehören:
- Erhaltung eines gesunden Körpergewichts durch ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung
- Täglich mindestens 400 g Obst und Gemüse essen, vor allem bunte Sorten
- Verzehr von verarbeitetem Fleisch einschränken und den Konsum von rotem Fleisch reduzieren
- Vermeidung von Tabak in jeglicher Form und Reduzierung des Alkoholkonsums
- Schützen Sie Ihre Haut vor übermäßiger UV-Strahlung
- Bleib körperlich aktiv mit mindestens 150 Minuten moderater Bewegung pro Woche
- Achte auf ausreichend Schlaf (7–9 Stunden) und Stressbewältigung.
- Lass dich gegen Hepatitis B und das humane Papillomavirus (HPV) impfen
Empfehlungen zur Krebsvorsorge
Früherkennung verbessert die Behandlungsergebnisse und Überlebensraten erheblich. Zu den evidenzbasierten Vorsorgeprotokollen gehören Koloskopien zur Darmkrebsvorsorge ab dem 45. Lebensjahr, Mammographien zur Brustkrebsvorsorge, Zervixzytologie oder HPV-Tests sowie Niedrigdosis-CT-Scans für Personen mit hohem Lungenkrebsrisiko. Die Vorsorgeuntersuchung auf Prostatakrebs mittels PSA-Test sollte eine individuelle Entscheidung sein, die auf Risikofaktoren und den Präferenzen des Patienten basiert. Konsultiere Gesundheitsdienstleister, um altersgerechte Vorsorgeuntersuchungen auf der Grundlage deiner persönlichen und familiären Vorgeschichte festzulegen.
Umwelt- und berufliche Faktoren
Neben der persönlichen Lebensweise tragen auch Umwelteinflüsse erheblich zur Krebsbelastung bei. Luftverschmutzung, insbesondere durch Feinstaub, erhöht das Lungenkrebsrisiko. Die berufliche Exposition gegenüber Asbest, Benzol und bestimmten Chemikalien erhöht das Risiko für bestimmte bösartige Tumore. Die Minimierung der Exposition gegenüber bekannten Karzinogenen am Arbeitsplatz und die Verringerung der Luftverschmutzung in Innenräumen, einschließlich Radongas, sind wichtige Präventionsmaßnahmen.
Quellen
- 1. WHO Cancer Fact Sheet - Cancer prevention and risk factors
- 2. Adherence to Mediterranean Diet and Risk of Cancer: An Updated Systematic Review and Meta-Analysis (Nutrients, 2017)
- 3. NCI Risk Factors for Cancer - Chronic Inflammation
- 4. NCI Cancer Prevention Overview
- 5. Sedentary behavior and cancer—an umbrella review and meta-analysis (European Journal of Epidemiology, 2022)
Iss täglich den Regenbogen
Bewegung gegen Krebs
Schlaf für die Immunität priorisieren
Gesundes Gewicht beibehalten
Kenne deinen Vorsorgeplan
Wie viel Prozent der Krebserkrankungen sind durch eine Änderung des Lebensstils vermeidbar?
Wie trägt eine chronische Entzündung zur Krebsentwicklung bei?
Welche Rolle spielt das Immunsystem bei der Krebsprävention?
In welchem Alter sollte ich mit der Krebsvorsorge beginnen?
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