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Resilienz-Training
Inhaltsverzeichnis
Was ist Resilienztraining?
Resilienztraining ist das systematische Üben von Fähigkeiten, die dir helfen, mit Stress umzugehen, dich von Rückschlägen zu erholen und in schwierigen Zeiten deine psychische Gesundheit zu bewahren. Anstatt Herausforderungen aus dem Weg zu gehen, stärkt Resilienztraining deine Fähigkeit, mit Widrigkeiten umzugehen und dabei funktionsfähig und ausgeglichen zu bleiben. Untersuchungen zeigen, dass diese Fähigkeiten in jedem Alter erlernt werden können und messbare Veränderungen in der Art und Weise bewirken, wie das Gehirn Stress verarbeitet [1].
Wie Resilienztraining das Gehirn verändert
Die Wissenschaft hinter dem Resilienztraining dreht sich um Neuroplastizität, also die Fähigkeit des Gehirns, sich durch Übung neu zu vernetzen. Studien mit funktioneller MRT zeigen, dass regelmäßiges Resilienztraining die Verbindungen zwischen dem präfrontalen Kortex (der für rationales Denken und Entscheidungen zuständig ist) und der Amygdala (dem Alarmsystem des Gehirns) stärkt. Diese verbesserte Vernetzung bedeutet, dass du emotionale Reaktionen besser kontrollieren kannst, wenn du mit Stressoren konfrontiert wirst [2].
Kognitive Neubewertung, eine Kerntechnik des Resilienztrainings, aktiviert den ventromedialen präfrontalen Kortex, um die Aktivität der Amygdala herunterzuregulieren. Im Gegensatz zur Unterdrückung, die versucht, negative Gedanken zu blockieren und oft nach hinten losgeht, reduziert die Neubewertung die emotionale Reaktivität wirklich. Eine systematische Überprüfung und Metaanalyse von 11 randomisierten kontrollierten Studien ergab, dass Resilienzinterventionen einen moderaten positiven Effekt auf die individuellen Resilienzwerte hatten, wobei kognitive Verhaltenstherapie und achtsamkeitsbasierte Ansätze die stärksten Ergebnisse zeigten [1].
Evidenzbasierte Trainingsmethoden
Kognitive Verhaltenstechniken
Resilienz-Training auf Basis der kognitiven Verhaltenstherapie konzentriert sich darauf, unhilfreiche Denkmuster zu erkennen und umzuwandeln. Man lernt, katastrophales Denken zu erkennen, unrealistische Erwartungen in Frage zu stellen und ausgewogenere Perspektiven zu entwickeln. Dieser Ansatz wird durch starke empirische Belege aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen gestützt, von Beschäftigten im Gesundheitswesen bis hin zu Studierenden, die unter akademischem Druck stehen.
Achtsamkeit und Stressimpfung
Achtsamkeitsbasiertes Resilienztraining lehrt Achtsamkeit und Akzeptanz im Hier und Jetzt. Anstatt Stressreaktionen zu bekämpfen, lernst du, sie ohne Wertung zu beobachten. Eine Metaanalyse digitaler Resilienztrainingsprogramme aus dem Jahr 2022 ergab, dass internetbasierte Interventionen mit flexibler Zeitplanung besonders effektiv waren und zu moderaten bis starken Verbesserungen der Resilienz führten, die auch bei der Nachuntersuchung noch anhielten [3].
Wer profitiert von Resilienztraining?
Obwohl jeder davon profitieren kann, zeigen Untersuchungen, dass bestimmte Gruppen besonders große Verbesserungen erzielen. Medizinisches Fachpersonal, das mit stressigen Arbeitsbedingungen und Burnout-Risiken konfrontiert ist, zeigt nach Abschluss von Resilienzprogrammen eine Verringerung von Depressionen und Stresswahrnehmung [2]. Auch Studenten, Militärangehörige und Menschen, die sich von einem Trauma erholen, zeigen messbare Verbesserungen in ihrer adaptiven Bewältigungsfähigkeit.
Quellen
- 1. Road to resilience: a systematic review and meta-analysis of resilience training programmes and interventions (Joyce et al., BMJ Open 2018)
- 2. Psychological interventions to foster resilience in healthcare professionals (Kunzler et al., Cochrane Database 2020)
- 3. Digital training for building resilience: Systematic review, meta-analysis, and meta-regression (Ang et al., Stress and Health 2022)
- 4. The neuroscience of resilience: implications for prevention and intervention research (Karatsoreos & McEwen, Annu Rev Clin Psychol 2013)
- 5. Resilience interventions: An evidence-based systematic review (Leppin et al., Mayo Clin Proc 2014)
Übe täglich die kognitive Aufarbeitung
Strukturierte Atmung unter Stress anwenden
Digitale Resilienzprogramme ausprobieren
Führe ein Stresstagebuch
Baue dein Unterstützungsnetzwerk proaktiv auf
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