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Longevity-Wissen BETA
Gärung
Inhaltsverzeichnis
Was ist Fermentation?
Fermentation ist ein natürlicher Prozess, bei dem nützliche Bakterien und Hefen den Zucker in Lebensmitteln abbauen. Dabei entsteht Milchsäure, die Lebensmittel konserviert und einzigartige Aromen entwickelt. Seit Jahrtausenden nutzen Menschen die Fermentation, um Gemüse, Milchprodukte und Getreide zu konservieren und gleichzeitig ihren Nährwert zu steigern [1].
Wie Fermentierung die Darmgesundheit unterstützt
Fermentierte Lebensmittel haben lebende nützliche Bakterien, die man Probiotika nennt. Diese Mikroben überstehen die Verdauung und kommen in den Darm, wo sie das Darmmikrobiom unterstützen. Ein vielfältiges Mikrobiom ist mit einer besseren Verdauung, einer stärkeren Immunität und sogar einer besseren Stimmung verbunden [2].
Eine bahnbrechende Studie der Stanford University hat gezeigt, dass der regelmäßige Verzehr fermentierter Lebensmittel die mikrobielle Vielfalt effektiver erhöht als Ballaststoffe allein. Teilnehmer, die sich über 17 Wochen hinweg überwiegend fermentierte Lebensmittel zuführten, zeigten eine stetige Zunahme der Mikrobiomvielfalt und eine Abnahme der Entzündungsmarker [3].
Beliebte fermentierte Lebensmittel
Sauerkraut
Fermentierter Kohl, der aus Osteuropa kommt. Er ist reich an Laktobazillen und Vitamin C. Nimm unpasteurisiertes Sauerkraut aus dem Kühlregal – durch Pasteurisierung werden die guten Bakterien abgetötet.
Kimchi
Ein koreanisches Grundnahrungsmittel aus fermentiertem Gemüse, meist Chinakohl und Radieschen, mit Chili, Knoblauch und Ingwer. Es enthält verschiedene Bakterienstämme und Verbindungen, die die Immunfunktion unterstützen können.
Joghurt und Kefir
Fermentierte Milchprodukte, die pro Portion Milliarden lebender Kulturen enthalten. Kefir hat eine größere bakterielle Vielfalt als Joghurt. Nimm lieber Sorten ohne Zuckerzusatz, um den maximalen Nutzen zu erzielen.
Kombucha
Fermentierter Tee mit Essigsäurebakterien und Hefe. Er liefert Probiotika und Antioxidantien, wobei der Zuckergehalt je nach Marke variiert. Wenn du noch keine Erfahrung mit fermentierten Lebensmitteln hast, fang mit kleinen Mengen an.
Mehr als nur Probiotika: zusätzliche Vorteile
Durch die Fermentierung werden Verbindungen abgebaut, die die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen. Phytinsäure in Getreide und Hülsenfrüchten bindet Mineralien wie Eisen und Zink. Die Fermentierung reduziert die Phytinsäure, wodurch diese Mineralien besser verfügbar sind [1]. Fermentierte Lebensmittel produzieren auch B-Vitamine und Enzyme, die die Verdauung unterstützen.
Quellen
Lieber gekühlt als im Regal gelagert
Beginne mit kleinen Portionen
Verzehre fermentierte Lebensmittel zu den Mahlzeiten
Vielfalt zählt mehr als Quantität
Versuche deine eigene Herstellung
Was ist der Unterschied zwischen Fermentieren und Pökeln?
Wie viel fermentierte Lebensmittel sollte ich täglich essen?
Können fermentierte Lebensmittel bei Verdauungsproblemen helfen?
Sind probiotische Nahrungsergänzungsmittel genauso gut wie fermentierte Lebensmittel?
(73) Fitter Darm, fittes Hirn - Dr. Silja Schäfer über ADHS
#123 Unser Darm: Was er mag und was nicht - mit Dr. Maren Kemper
#119 Genial ernährt: Was Ernährung mit unserer Haut macht – mit Dr. Yael Adler
#114 Darmgesundheit: Was unser Körper uns sagen will – mit Dr. Julia Seiderer-Nack
(60) Richtig essen gegen Pickel und Pusteln - Dr. Viola Andresen über Akne
#77 Heilen mit Ernährung: Fasten, Darmgesundheit und die Macht pflanzlicher Medizin – mit Prof. Dr. Andreas Michalsen
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