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Oxidativer Stress
Inhaltsverzeichnis
Was oxidativer Stress eigentlich bedeutet
Oxidativer Stress ist das Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien in deinem Körper. Wenn die freien Radikale die Fähigkeit des Körpers, sie zu neutralisieren, übersteigen, kommt es zu Zellschäden. Freie Radikale sind instabile Moleküle, die mit DNA, Proteinen und Lipiden reagieren und Schäden verursachen, die sich mit der Zeit ansammeln [1]. Das Gehirn ist aufgrund seines hohen Sauerstoffverbrauchs und seiner begrenzten antioxidativen Abwehrkräfte besonders anfällig für oxidativen Stress [2].
Dieses Ungleichgewicht ist nicht nur ein theoretisches Problem. Forschungen bringen oxidativen Stress mit Alterung, Alzheimer, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs in Verbindung [3]. Wenn du verstehst, wie du mit oxidativem Stress umgehen kannst, hast du einen konkreten Hebel, um die Zellalterung zu verlangsamen und das Krankheitsrisiko zu senken.
Wie oxidativer Stress deine Zellen schädigt
Reaktive Sauerstoffspezies (ROS) entstehen als natürliche Nebenprodukte des Energiestoffwechsels in den Mitochondrien. In normalen Mengen haben ROS Signalfunktionen. Probleme entstehen, wenn die Produktion die Fähigkeit des Körpers, sie abzubauen, übersteigt [1].
Der Schaden ist spezifisch und messbar. ROS greifen mehrfach ungesättigte Fettsäuren in den Zellmembranen durch Lipidperoxidation an und lösen Kettenreaktionen aus, die die Integrität der Membran beeinträchtigen [2]. Sie fragmentieren die DNA und oxidieren Proteine, wodurch die Enzymfunktion beeinträchtigt wird. Mit der Zeit manifestiert sich dieser akkumulierte Schaden in Form von Zellalterung, Gewebefunktionsstörungen und Krankheiten [3].
Das antioxidative Abwehrsystem
Dein Körper hat mehrere Abwehrmechanismen gegen oxidative Schäden. Superoxiddismutase, Katalase und Glutathionperoxidase sind enzymatische Antioxidantien, die bestimmte ROS neutralisieren [2]. Glutathion, das wichtigste Antioxidans des Körpers, gibt Elektronen ab, um freie Radikale zu stabilisieren. Vitamin C, Vitamin E und Polyphenole aus der Nahrung bieten nicht-enzymatische antioxidative Unterstützung [1].
Wenn die antioxidative Kapazität sinkt, steigen die Biomarker für oxidativen Stress. Erhöhte Werte von 8-Hydroxy-2'-desoxyguanosin (8-OHdG) deuten auf DNA-Schäden hin. Erhöhte Isoprostane signalisieren Lipidperoxidation. Diese Marker stehen in Zusammenhang mit biologischer Alterung und dem Fortschreiten von Krankheiten [3].
Praktische Strategien zur Reduzierung von oxidativem Stress
Die Lebensweise hat einen großen Einfluss auf das oxidative Gleichgewicht. Regelmäßige moderate Bewegung steigert die Expression antioxidativer Enzyme, während übermäßige intensive Bewegung vorübergehend die ROS-Produktion erhöht [1]. Schlafmangel erhöht messbar die oxidativen Marker [2].
Die Ernährung ist das wirksamste Mittel. Eine Ernährung, die reich an buntem Obst und Gemüse ist, liefert Polyphenole, Flavonoide und Vitamine, die freie Radikale direkt abfangen. Kreuzblütler fördern die Glutathion-Synthese. Beeren enthalten Anthocyane, die die Blut-Hirn-Schranke überwinden und das Nervengewebe schützen [3].
Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel zeigen nachweislich eine Verringerung des oxidativen Stresses. N-Acetylcystein füllt den Glutathion-Spiegel wieder auf und hat sich bei mehreren Erkrankungen, die mit oxidativen Schäden in Verbindung stehen, als vorteilhaft erwiesen [2]. Coenzym Q10 unterstützt die Mitochondrienfunktion. Omega-3-Fettsäuren reduzieren die Lipidperoxidation [1].
Quellen
- 1. Deepmala et al. — Clinical trials of N-acetylcysteine in psychiatry and neurology: A systematic review. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 2015.
- 2. Cecerska-Heryć et al. — Importance of oxidative stress in the pathogenesis, diagnosis, and monitoring of patients with neuropsychiatric disorders. Neu...
- 3. ScienceDirect Topics — Oxidative Stress in Neuroscience. Comprehensive overview of mechanisms and implications.
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