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UVB-Licht
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Wie UVB-Licht Vitamin D in deiner Haut bildet
UVB-Strahlung (280–320 Nanometer) regt die körpereigene Vitamin-D-Produktion an. Wenn diese speziellen Wellenlängen auf 7-Dehydrocholesterol in den Hautzellen treffen, wird es in Prävitamin D3 umgewandelt, das dann zu Vitamin D3 wird. Dieser Prozess unterstützt die menschliche Gesundheit schon seit Hunderttausenden von Jahren [1]. Im Gegensatz zu Vitamin D aus der Nahrung, das in den meisten Lebensmitteln nur selten vorkommt, bietet die Hautsynthese einen zuverlässigen physiologischen Mechanismus zur Aufrechterhaltung eines ausreichenden Spiegels. Die Effizienz hängt von der UVB-Intensität, der Hautpigmentierung, dem Breitengrad, der Jahreszeit, der Tageszeit und dem Alter ab [2].
Über Vitamin D hinaus: Weitere gesundheitliche Auswirkungen der UVB-Exposition
Untersuchungen zeigen, dass UVB mehrere von Vitamin D unabhängige Signalwege auslöst. Es aktiviert STAT3 und regt antimikrobielle Peptide wie Cathelicidin in Hautzellen an, wodurch die Immunfunktion gestärkt wird [3]. UVB-Strahlung mobilisiert auch Stickstoffmonoxid aus den Hautspeichern, was zur Regulierung des Blutdrucks und der Herz-Kreislauf-Gesundheit beiträgt [4]. Darüber hinaus moduliert es den Tagesrhythmus sowohl durch augenabhängige Mechanismen als auch durch Hautphotorezeptoren und beeinflusst so den Melatonin- und Schlafzyklus.
Medizinische Anwendungen der kontrollierten UVB-Therapie
Die Schmalband-UVB-Phototherapie ist eine Standardbehandlung für Psoriasis, atopische Dermatitis und Vitiligo. Klinische Studien zeigen, dass sie wirksamer als Breitband-UVB und sicherer als die Psoralen-UVA-Therapie ist [5]. Über diese Erkrankungen hinaus gibt es Belege für ihre Anwendung bei polymorpher Lichtdermatose, T-Zell-Lymphomen im Frühstadium, chronischer Urtikaria und Lichen planus [6]. Die moderne Phototherapie ist im Vergleich zu biologischen Medikamenten nach wie vor kostengünstig und hat nur minimale Nebenwirkungen [7].
Praktische Hinweise für eine sichere UVB-Exposition
Eine vernünftige Sonnenexposition von 10 bis 20 Minuten zur Mittagszeit liefert ausreichend UVB für die Vitamin-D-Synthese und minimiert gleichzeitig das Risiko von Sonnenbrand. Studien bestätigen, dass die richtige Verwendung von Sonnenschutzmitteln Sonnenbrand verhindern und gleichzeitig die Vitamin-D-Produktion ermöglichen kann [8]. Faktoren wie Hauttyp, Breitengrad und Jahreszeit bestimmen die optimalen Expositionszeiten. Menschen, die in höheren Breitengraden leben, insbesondere in den Wintermonaten, benötigen möglicherweise eine Ergänzung, wenn die natürliche UVB-Strahlung nicht ausreicht.
Quellen
- 1. Biological Effects of Sunlight, Ultraviolet Radiation, Visible Light, Infrared Radiation and Vitamin D for Health
- 2. Optimal sunscreen use, during a sun holiday with a very high ultraviolet index, allows vitamin D synthesis without sunburn
- 3. Vitamin D-fence - Photochem Photobiol Sci
- 4. Sunlight: Time for a Rethink? - J Invest Dermatol
- 5. Narrowband UVB phototherapy in skin conditions beyond psoriasis
- 6. Phototherapy: Theory and practice - J Dtsch Dermatol Ges
- 7. Phototherapy for sclerosing skin conditions - Clin Dermatol
- 8. Optimal sunscreen use allows vitamin D synthesis without sunburn - Br J Dermatol
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