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Präbiotika
Inhaltsverzeichnis
Was sind Präbiotika?
Präbiotika sind nicht verdauliche Nahrungsbestandteile, die nützliche Darmbakterien ernähren. Im Gegensatz zu Probiotika, bei denen es sich um lebende Mikroorganismen handelt, dienen Präbiotika als Nahrung für dein vorhandenes Mikrobiom. Zu den häufigsten Arten gehören Inulin, Fructooligosaccharide (FOS) und Galactooligosaccharide (GOS) [1]. Diese Verbindungen werden im Dünndarm nicht verdaut und im Dickdarm fermentiert, wobei kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat entstehen, die die Darmschleimhaut nähren und die Immunfunktion unterstützen [2].
Wie Präbiotika in deinem Körper wirken
Wenn du präbiotische Lebensmittel isst, gelangen sie in deinen Dickdarm, wo sie von nützlichen Bakterien fermentiert werden. Dieser Fermentationsprozess erzeugt Stoffwechselprodukte, die die Darmbarriere stärken, die Durchlässigkeit verringern und verhindern, dass schädliche Substanzen in deinen Blutkreislauf gelangen [3]. Butyrat, ein primäres Nebenprodukt, versorgt die Dickdarmzellen mit Energie und beeinflusst die Genexpression auf eine Weise, die Entzündungen reduziert [1].
Beste Nahrungsquellen
Präbiotika kommen natürlich in vielen alltäglichen Lebensmitteln vor. Zu den besten Quellen gehören Knoblauch, Zwiebeln, Lauch, Spargel, Bananen, Topinambur, Chicorée-Wurzel und Hafer. Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen enthalten ebenfalls erhebliche Mengen [2]. Um einen optimalen Nutzen zu erzielen, solltest du täglich eine Vielzahl dieser Lebensmittel zu dir nehmen, anstatt dich auf einzelne Quellen zu verlassen.
Gesundheitliche Vorteile
Forschungsergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Präbiotika und einer verbesserten Mineralstoffaufnahme, insbesondere von Kalzium und Magnesium. Studien belegen, dass sie die Immunfunktion durch die Modulation des darmassoziierten Lymphgewebes unterstützen [3]. Präbiotika können zur Regulierung des Blutzuckerspiegels und zur Förderung des Sättigungsgefühls beitragen und so die Stoffwechselgesundheit unterstützen. Außerdem verbessern sie die Darmtätigkeit, indem sie das Stuhlvolumen erhöhen und die Transitzeit normalisieren [1].
Dosierung und Nebenwirkungen
Die meisten Experten empfehlen für die allgemeine Gesundheit eine tägliche Einnahme von 3–5 Gramm Präbiotika. Beginne langsam mit der Erhöhung der Dosis, da eine schnelle Einnahme zu Blähungen, Gasbildung oder Unwohlsein führen kann, während sich deine Darmbakterien daran gewöhnen [2]. Trinke viel Wasser und erhöhe die Ballaststoffzufuhr schrittweise über mehrere Wochen.
Quellen
- 1. Gibson GR, Hutkins R, Sanders ME, et al. Expert consensus document: The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics (ISAPP) con...
- 2. Davani-Davari D, Negahdaripour M, Karimzadeh I, et al. Prebiotics: Definition, Types, Sources, Mechanisms, and Clinical Applications. Foods. 2019;8(3)...
- 3. Markowiak-Kopeć P, Śliżewska K. The Effect of Probiotics on the Production of Short-Chain Fatty Acids by Human Intestinal Microbiome. Nutrients. 2020;...
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