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Alzheimer
Inhaltsverzeichnis
Alzheimer-Krankheit und Gehirnalterung verstehen
Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache für Demenz und beeinträchtigt das Gedächtnis, das Denken und das Verhalten. Sie entsteht, wenn sich abnormale Proteine im Gehirn ansammeln: Amyloid-beta bildet Plaques zwischen den Neuronen, während das Tau-Protein Verwicklungen innerhalb der Zellen verursacht. Diese Veränderungen stören die Kommunikation zwischen den Gehirnzellen und führen schließlich zum Zelltod.
Wirksame Präventionsstrategien
Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass bis zu 40 % der Demenzfälle durch eine Änderung des Lebensstils verhindert oder verzögert werden könnten [1]. Die Lancet-Kommission 2020 hat 12 veränderbare Risikofaktoren identifiziert, darunter Bewegungsmangel, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Kopfverletzungen und soziale Isolation.
Körperliche Bewegung
Regelmäßiges Ausdauertraining erhöht die Durchblutung des Gehirns und regt das Wachstum neuer Neuronen an. Studien zeigen, dass 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche das Demenzrisiko um bis zu 45 % senken [2]. Bewegung hilft auch dabei, den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, die beide mit einem Rückgang der kognitiven Fähigkeiten in Verbindung stehen.
Kognitive Reserve und Gehirntraining
Menschen mit höherem Bildungsniveau und geistig anregenden Berufen zeigen eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber Hirnerkrankungen. Das Erlernen neuer Fähigkeiten, das Spielen von Musikinstrumenten und die Ausübung komplexer geistiger Aktivitäten bauen kognitive Reserven auf – die Fähigkeit des Gehirns, Schäden auszugleichen.
Die Rolle des Schlafs
Während des Tiefschlafs baut das Gehirn Abfallprodukte wie Amyloid-beta über das glymphatische System ab [3]. Schlechte Schlafqualität oder Schlafapnoe erhöhen das Alzheimer-Risiko. Versuche, 7–8 Stunden guten Schlaf zu bekommen und geh immer zur gleichen Zeit ins Bett.
Ernährung
Die MIND-Diät – eine Mischung aus mediterraner und DASH-Ernährung – legt den Schwerpunkt auf Blattgemüse, Beeren, Nüsse und Olivenöl, während rotes Fleisch und verarbeitete Lebensmittel eingeschränkt werden. Studien bringen diese Ernährungsweise mit einem langsameren kognitiven Verfall im Alter in Verbindung [4].
Früherkennung und Biomarker
Neue Bluttests können die Alzheimer-Pathologie schon Jahrzehnte vor dem Auftreten von Symptomen erkennen. Biomarker wie phosphoryliertes Tau (p-tau181, p-tau217) und Amyloid-beta-Verhältnisse ermöglichen eine frühzeitige Intervention mit hoher Genauigkeit [5]. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht Lebensstiländerungen, wenn sie am wichtigsten sind.
Die Zukunft der Alzheimer-Forschung
Während die Entwicklung von Medikamenten weitergeht, sind Lebensstiländerungen ab der Lebensmitte nach wie vor die wirksamste Maßnahme. Die Kombination mehrerer Schutzfaktoren – regelmäßige Bewegung, guter Schlaf, geistige Aktivität, soziale Kontakte und eine herzgesunde Ernährung – scheint eine größere synergistische Wirkung zu haben als jede einzelne Maßnahme für sich genommen.
Quellen
- 1. Livingston G et al. Dementia prevention, intervention, and care: 2020 report of the Lancet Commission
- 2. Alzheimer's Association: 10 Healthy Habits for Your Brain
- 3. Xie L et al. Sleep drives metabolite clearance from the adult brain
- 4. Morris MC et al. MIND diet slows cognitive decline with aging
- 5. Janelidze S et al. Plasma P-tau181 in Alzheimer's disease
Wöchentlich 150 Minuten Sport treiben
Lerne jeden Monat etwas Neues
Lege Wert auf 7-8 Stunden guten Schlaf
Befolge das MIND-Diätmuster
Soziale Verbindungen aufrechterhalten
Was ist kognitive Reserve und wie kann ich sie aufbauen?
Gibt es Bluttests zur Früherkennung von Alzheimer?
Wie viel Prozent der Alzheimer-Fälle sind vermeidbar?
In welchem Alter sollte ich mit Alzheimer-Präventionsstrategien beginnen?
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