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MRI
Inhaltsverzeichnis
Wie die MRT-Technologie funktioniert
Die Magnetresonanztomographie nutzt starke Magnete und Radiowellen, um detaillierte Bilder von Organen und Geweben in deinem Körper zu erstellen. Im Gegensatz zu Röntgenaufnahmen oder CT-Scans wird bei der MRT keine ionisierende Strahlung verwendet. Das Gerät erzeugt ein starkes Magnetfeld, das die Wasserstoffatome in deinem Körper vorübergehend ausrichtet. Wenn Radiofrequenzimpulse diese Ausrichtung stören, senden die Atome Signale aus, die von Computern in Querschnittsbilder umgewandelt werden [1].
Diese Technologie eignet sich besonders gut zur Darstellung von Weichgewebe. Ärzte können mit bemerkenswerter Klarheit zwischen normalem und abnormalem Gewebe unterscheiden. Die Bilder zeigen Details über das Gehirn, das Rückenmark, die Gelenke, die Muskeln und die inneren Organe, die mit anderen Bildgebungsverfahren nicht zu erkennen sind.
Klinische Anwendungen und diagnostische Leistungsfähigkeit
Ärzte nutzen die MRT, um Hunderte von Erkrankungen zu diagnostizieren. In der Neurologie erkennt sie Hirntumore, Schlaganfälle, Multiple Sklerose und traumatische Verletzungen. Die Herz-MRT bewertet die Struktur und Funktion des Herzens und zeigt Schäden durch Herzinfarkte oder angeborene Probleme [2]. Die orthopädische MRT macht Bänderrisse, Knorpelschäden und Bandscheibenvorfälle präzise sichtbar.
Da bei der MRT keine Strahlung zum Einsatz kommt, ist sie besonders für Kinder und zur langfristigen Überwachung von Erkrankungen geeignet. Man kann mehrere Untersuchungen machen, ohne sich einer kumulativen Strahlenbelastung auszusetzen. Dieses Sicherheitsprofil unterstützt den Einsatz in Vorsorgeprogrammen für Personen mit hohem Risiko.
Ganzkörper-MRT-Untersuchung
Ganzkörper-MRT-Untersuchungen gewinnen in der Langlebigkeitsmedizin zunehmend an Bedeutung. Diese umfassenden Untersuchungen können Krebserkrankungen, Aneurysmen und andere schwerwiegende Erkrankungen im Frühstadium erkennen, bevor Symptome auftreten. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass mit Ganzkörper-MRT Tumore kleiner als ein Zentimeter identifiziert werden können [3].
Allerdings hat die Vorsorgeuntersuchung auch ihre Nachteile. Die MRT entdeckt viele zufällige Befunde, also Anomalien, die vielleicht nie Probleme verursachen. Diese Befunde können zusätzliche Tests, Biopsien und Ängste auslösen. Die Vorteile der Früherkennung müssen gegen die Risiken einer Überdiagnose und Überbehandlung abgewogen werden.
Sicherheit und Einschränkungen
Die meisten Menschen vertragen die MRT gut. Der Eingriff ist schmerzfrei, obwohl das Gerät laute Klopfgeräusche erzeugt. Einige Patienten leiden unter Klaustrophobie, aber neuere Geräte mit großer Öffnung und leichte Sedierung helfen dabei. Vor der Untersuchung müssen alle Metallgegenstände entfernt werden, da das Magnetfeld diese anziehen kann [4].
Bestimmte Implantate wie Herzschrittmacher oder Cochlea-Implantate können eine MRT verhindern. Gadolinium-Kontrastmittel hilft bei der Darstellung einiger Strukturen, erfordert jedoch Vorsicht bei Menschen mit Nierenproblemen. Informiere deinen Arzt vor der Terminvereinbarung über Implantate, eine Schwangerschaft oder Nierenerkrankungen.
Quellen
Gehörschutz anfordern
Entferne alle Metallgegenstände
Lege alle Implantate und Geräte offen
Bleib vor Kontrastmitteluntersuchungen hydriert
Bringe frühere Aufnahmen zum Vergleich mit
Wie lange dauert eine MRT-Untersuchung?
Was ist Gadolinium-Kontrastmittel?
Kann ich ein MRT machen, wenn ich Platzangst habe?
Ist MRT sicher?
#5 Der Körper als Labor: Selbstversuch Gesundheit - mit Bas Kast
#2 Mit moderner Urologie gegen Prostatakrebs – mit Prof. Dr. Frank Christoph
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