Longevity-Wissen BETA
Kalorienbeschränkung
Kalorienrestriktion: Eine bewährte Strategie für ein längeres Leben
Kalorienrestriktion (CR) – eine dauerhafte Reduzierung der Energiezufuhr um 20 bis 35 % ohne Mangelernährung – ist nach wie vor die wirksamste pharmakologisch unabhängige Maßnahme zur Verlängerung der Lebensdauer bei verschiedenen Spezies [1]. Die CALERIE-Studie lieferte bahnbrechende Erkenntnisse beim Menschen und zeigte, dass bei ordnungsgemäßer Überwachung eine 10-jährige Sicherheit, eine verbesserte kardiometabolische Gesundheit und reduzierte biologische Alterungsmarker ohne schwerwiegende Nebenwirkungen erzielt werden können [2].
Mechanismen der Langlebigkeit und metabolische Anpassung
CR aktiviert die AMPK- und SIRT1-Signalwege, was zu einer Intensivierung der Autophagie und einer Beseitigung der zellulären Seneszenz führt [3]. Eine reduzierte mTOR-Signalübertragung verringert die anabole Proteinsynthese und verstärkt gleichzeitig die katabole Autophagie [4]. Die mitochondriale Biogenese verbessert die oxidative Effizienz und verringert die Produktion reaktiver Sauerstoffspezies. Diese Anpassungen verbessern die Stressresistenz durch Hormesis und stärken die zellulären Abwehrkräfte gegen oxidative und proteotoxische Herausforderungen.
Stoffwechselgesundheit und Verringerung des Alterungsprozesses
Kalorienrestriktion verbessert die Insulinsensitivität, reduziert systemische Entzündungsmarker (IL-6, TNF-α) und senkt das Risiko für kardiometabolische Erkrankungen [5]. Epigenetische Uhrenanalysen deuten darauf hin, dass Kalorienrestriktion die biologische Alterung um etwa 2–3 Jahre pro Jahrzehnt der Anwendung verlangsamt [6]. Bei konsequent anwendenden Populationen kommt es durchweg zu einer Normalisierung des Blutdrucks und einer Verbesserung der Lipidprofile [2].
Sichere Umsetzung: Unterernährung vermeiden
Eine erfolgreiche Kalorienrestriktion erfordert die Optimierung der Mikronährstoffdichte, wobei nährstoffreiche Vollwertkost gegenüber kalorienarmen verarbeiteten Lebensmitteln Vorrang haben sollte. Die Aufrechterhaltung der Proteinzufuhr (1,2–1,6 g/kg) beugt Muskelschwund vor. Regelmäßige medizinische Kontrollen und professionelle Beratung gewährleisten eine ausreichende Ernährung während der gesamten Interventionsdauer.
Quellen
- 1. A 2-year randomized controlled trial of human caloric restriction: feasibility and effects on predictors of health span and longevity
- 2. Effects of caloric restriction on human physiological, psychological, and behavioral outcomes: highlights from CALERIE phase 2
- 3. Calorie restriction modulates the transcription of genes related to stress response and longevity in human muscle: The CALERIE study
- 4. mTOR signaling in growth control and disease
- 5. Caloric restriction improves insulin sensitivity and metabolic health
- 6. Effect of long-term caloric restriction on DNA methylation measures of biological aging in healthy adults from the CALERIE trial
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