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Lichttherapie
Inhaltsverzeichnis
Wie Lichttherapie auf zellulärer Ebene funktioniert
Die Lichttherapie, auch Photobiomodulation genannt, nutzt bestimmte Wellenlängen von rotem und nahinfrarotem Licht, um die Zellfunktion anzukurbeln. Der Hauptmechanismus besteht in der Lichtabsorption durch Cytochrom-C-Oxidase in den Mitochondrien, was die ATP-Produktion erhöht und den Zellenergiestoffwechsel verbessert [1]. Rotes Licht (600–700 nm) dringt etwa 2–3 mm tief in das Gewebe ein, während nahes Infrarotlicht (700–1000 nm) eine Tiefe von 5–10 mm erreicht, wodurch Muskeln und Gelenke behandelt werden können [2].
Tagesrhythmus und Schlafregulation
Licht ist der wichtigste Synchronisator unserer inneren 24-Stunden-Uhr. Wenn wir morgens 20–30 Minuten lang hellem Licht (10.000 Lux) ausgesetzt sind, wird Melatonin unterdrückt und die Wachsamkeit gefördert, während eine Reduzierung des blauen Lichts am Abend die natürliche Melatoninproduktion unterstützt und so für einen besseren Schlaf sorgt [3]. Die Lichttherapie hat bei Symptomen der saisonalen affektiven Störung eine vergleichbare Wirksamkeit wie Antidepressiva gezeigt [4].
Klinische Anwendungen und Belege
Die Forschung unterstützt die Lichttherapie bei verschiedenen Erkrankungen. Die Photobiomodulation mit rotem und nahinfrarotem Licht beschleunigt die Wundheilung und reduziert Entzündungen bei Verletzungen des Bewegungsapparats [5]. Studien deuten auf Vorteile für die kognitiven Funktionen bei altersbedingtem Leistungsabfall und neurodegenerativen Erkrankungen durch die Optimierung der Mitochondrien hin [6]. Für die Gesundheit der Haut verbessert die Lichttherapie die Kollagenproduktion und reduziert Entzündungen [7].
Praktische Leitlinien
Für die circadiane Synchronisation solltest du innerhalb einer Stunde nach dem Aufwachen 20 bis 30 Minuten lang helles weißes Licht (10.000 Lux) verwenden. Für die Gewebeheilung solltest du mehrmals pro Woche 5 bis 20 Minuten lang rotes oder nahes Infrarotlicht mit 10 bis 50 mW/cm² anwenden [8]. Konsistenz ist wichtiger als Intensität, und die individuellen Reaktionen variieren je nach Genetik und Ausgangszustand der Gesundheit.
Quellen
- 1. Photobiomodulation: Mechanisms and Applications in Medicine
- 2. The Biological Effects of Red and Near-Infrared Light Therapy
- 3. Light Exposure and Circadian Rhythm Regulation
- 4. Bright Light Therapy for Seasonal Affective Disorder
- 5. Photobiomodulation in Musculoskeletal Injuries and Inflammation
- 6. Light Therapy for Cognitive Enhancement and Neurodegeneration
- 7. Low-Level Light Therapy for Skin Rejuvenation
- 8. Dosage Guidelines for Photobiomodulation Therapy
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