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Laufen
Inhaltsverzeichnis
Laufen und Herz-Kreislauf-Gesundheit
Laufen ist eine der einfachsten und effektivsten Sportarten, um die Herz-Kreislauf-Gesundheit zu verbessern und die Lebenserwartung zu erhöhen. Regelmäßiges Laufen sorgt für wichtige Anpassungen im ganzen Körper: Die Mitochondriendichte im Muskelgewebe steigt, die Blutgefäße werden flexibler und das Herz pumpt effizienter. Die wiederholten Stöße beim Laufen regen die Wände der Blutgefäße an, was die Produktion von Stickstoffmonoxid fördert und die Elastizität der Arterien verbessert [1]. Diese Veränderungen summieren sich mit der Zeit und schützen vor Herzkrankheiten, was bei Menschen, die sich wenig bewegen, einfach nicht der Fall ist.
Aufbau einer aeroben Basis
Modernes Ausdauertraining legt Wert darauf, durch langsames Laufen mit hoher Intensität eine starke aerobe Basis aufzubauen. Der polarisierte Ansatz – etwa 80 % des Trainings in einem gemächlichen Tempo und 20 % mit höherer Intensität – maximiert die Fitnessgewinne und hält gleichzeitig das Verletzungsrisiko niedrig. Diese Methode verbessert die Fähigkeit des Körpers, Fett als Energiequelle zu verbrennen, erhöht die Laktatschwelle und verbessert die Laufökonomie. Der Aufbau dieser aeroben Basis braucht Geduld. Die meisten Läufer brauchen 12 bis 16 Wochen konsequentes leichtes Laufen, bevor ihr Körper härtere Trainingseinheiten sicher bewältigen kann. Wer sich vor dem Aufbau dieser Grundlage in das Schnelligkeitstraining stürzt, kommt oft nicht weiter oder verletzt sich, anstatt Fortschritte zu machen.
Vorteile für die Stoffwechselgesundheit
Laufen hat einen großen Einfluss auf die Marker der Stoffwechselgesundheit, die sich direkt auf die Lebenserwartung auswirken. Regelmäßige Läufer zeigen in der Regel eine verbesserte Insulinsensitivität, eine bessere Blutzuckerkontrolle und gesündere Cholesterinwerte. Studien zeigen immer wieder, dass selbst moderate Laufleistungen – schon ab 50 Minuten pro Woche – das Risiko für die Gesamtsterblichkeit deutlich senken [3]. Laufen hilft auch dabei, ein gesundes Körpergewicht zu halten und viszerales Fett zu reduzieren, das gefährliche Fett, das sich um die inneren Organe ansammelt und Entzündungen und chronische Krankheiten fördert.
Sicherer Einstieg
Neue Läufer sollten sich eher auf Beständigkeit als auf Geschwindigkeit konzentrieren. Die 10-Prozent-Regel bietet einen sicheren Rahmen: Erhöhe die wöchentliche Laufstrecke um nicht mehr als 10 % pro Woche. Wenn du mit einem Lauf-Walking-Programm beginnst, kann sich dein Körper allmählich daran gewöhnen. Das richtige Schuhwerk ist wichtig – investiere in hochwertige Laufschuhe, die in einem Fachgeschäft angepasst werden. Die Überwachung der Kadenz mit einem Ziel von 170 bis 180 Schritten pro Minute reduziert die Aufprallkräfte und senkt das Verletzungsrisiko. Die meisten Laufverletzungen entstehen dadurch, dass man zu schnell zu viel will, nicht durch das Laufen an sich.
Quellen
Befolge die 10%-Regel
Mindestdosis für Langlebigkeit
Trainiere nach Herzfrequenzzonen
Ruhetage sind Trainingstage
Die Laufform reduziert das Verletzungsrisiko
Wie viel Laufen ist nötig, um die Gesundheit zu fördern?
Ist Laufen besser als Gehen für die Herzgesundheit?
Kann Laufen bei der Gewichtsabnahme helfen?
Wie kann ich anfangen zu laufen, ohne mich zu verletzen?
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