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Neurotransmitter
Inhaltsverzeichnis
Wie Gehirnchemikalien deine Stimmung und deinen Geist steuern
Neurotransmitter sind chemische Botenstoffe, die Neuronen zur Kommunikation nutzen [3]. Diese Gehirnchemikalien steuern alles, von deiner Stimmung und Motivation bis hin zu deinen Schlafgewohnheiten und Muskelbewegungen. Wenn der Neurotransmitter-Spiegel aus dem Gleichgewicht gerät, wirkt sich das auf dein gesamtes System aus und beeinträchtigt deine psychische Gesundheit, deine kognitiven Leistungen und dein körperliches Wohlbefinden.
Die wichtigsten Akteure: Serotonin, Dopamin und mehr
Serotonin beeinflusst deine Emotionen, deinen Appetit und deine Schlafqualität [4]. Ein niedriger Spiegel steht in Zusammenhang mit Depressionen und Angststörungen. Dopamin fördert die Motivation, das Belohnungssuchverhalten und die motorische Kontrolle. Es ist die Chemikalie, die für das Gefühl der Zufriedenheit nach Abschluss einer Aufgabe verantwortlich ist. GABA beruhigt die Nervenaktivität und fördert die Entspannung. Glutamat hat die gegenteilige Wirkung und regt die Nervenzellen an, um Lernen und Gedächtnis zu ermöglichen. Acetylcholin ist für die Aufmerksamkeit, die Gedächtnisbildung und die Muskelkontraktion zuständig. Diese Chemikalien wirken nicht isoliert, sondern interagieren auf komplexe Weise, die Wissenschaftler noch erforschen.
Neurotransmitter aus der Ernährung aufbauen
Ihr Gehirn stellt Neurotransmitter aus Aminosäuren her, die in proteinreichen Lebensmitteln enthalten sind. Serotonin wird aus Tryptophan gebildet, das in Truthahn, Eiern und Käse enthalten ist. Dopamin und Noradrenalin werden aus Tyrosin in Huhn, Fisch und Soja synthetisiert. Für diese Synthese sind Cofaktoren wie Vitamin B6, Magnesium, Eisen und Zink erforderlich. Ohne ausreichende Nährstoffe kommt die Neurotransmitterproduktion ins Stocken, unabhängig davon, wie viel Protein Sie zu sich nehmen.
Die Verbindung zwischen Darm und Gehirn
Dein Darmmikrobiom produziert direkt Neurotransmitter [1]. Bestimmte Darmbakterien machen GABA und Serotonin, die über den Vagusnerv die Gehirnfunktion beeinflussen. Das erklärt, warum Verdauungsprobleme oft mit Stimmungsstörungen einhergehen. Forschungen zeigen, dass Darmbakterien die Neurotransmitter-Signale und die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn beeinflussen [1].
Gesunde Gewohnheiten für eine ausgeglichene Gehirnchemie
Sport steigert auf natürliche Weise die Dopamin- und Serotoninproduktion und verbessert gleichzeitig die Rezeptorempfindlichkeit. Schlafmangel stört die Serotonin- und Dopaminfunktion und beeinträchtigt den präfrontalen Kortex [2]. Chronischer Stress verbraucht Neurotransmitter und verändert die Rezeptorfunktion. Kälteeinwirkung löst die Ausschüttung von Noradrenalin aus, was die Wachsamkeit und Konzentration erhöht. Künstliche Süßstoffe wie Aspartam können den Phenylalanin- und Asparaginsäuregehalt im Gehirn erhöhen und so die Synthese von Dopamin, Noradrenalin und Serotonin hemmen [5]. Diese Lebensstilfaktoren bilden die Grundlage für ein gesundes Neurotransmitter-Gleichgewicht.
Quellen
Füttere deinen Darm, um dein Gehirn zu ernähren
Genügend Protein für Neurotransmitter-Bausteine erhalten
Bewegung steigert Dopamin und Serotonin auf natürliche Weise
Schütze deinen Schlaf, um das Gleichgewicht der Neurotransmitter zu schützen
Vermeide künstliche Süßstoffe, die die Neurotransmitter stören
Wie beeinflusst die Ernährung das Gleichgewicht der Neurotransmitter?
Was ist GABA und warum ist es wichtig?
Was ist der Unterschied zwischen Serotonin und Dopamin?
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