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Schwermetallprüfung
Inhaltsverzeichnis
Heavy-Metal-Tests verstehen
Bei Schwermetalltests wird der Gehalt an giftigen Metallen in deinem Körper gemessen. Quecksilber, Blei, Cadmium und Arsen gehören zu den bedenklichsten Metallen, da sie sich im Laufe der Zeit anreichern und Organe schädigen, den Hormonhaushalt stören und die Gehirnfunktion beeinträchtigen können [1]. Mit Hilfe von Tests lässt sich die Belastung feststellen, sodass du Maßnahmen ergreifen kannst, um sie zu reduzieren und die natürlichen Entgiftungsprozesse deines Körpers zu unterstützen.
Häufige giftige Metalle
Quecksilber
Quecksilber gelangt hauptsächlich über Meeresfrüchte (vor allem große Raubfische wie Thunfisch und Schwertfisch), Zahnamalgamfüllungen und einige industrielle Quellen in den Körper [2]. Quecksilber sammelt sich im Gehirn und im Nervensystem an und kann das Gedächtnis, die Stimmung und die Motorik beeinträchtigen. Es kann auch die Nieren und das Immunsystem schädigen. Studien zeigen, dass Methylquecksilber besonders neurotoxisch ist und die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann, was es besonders gefährlich für Schwangere und kleine Kinder macht.
Blei
Bleibelastungen kommen oft von alter Farbe, verschmutztem Boden, einigen importierten Kosmetika und traditionellen Medikamenten. Selbst geringe Mengen können die Herz-Kreislauf-Gesundheit, die Nierenfunktion und die kognitiven Leistungen beeinträchtigen [3]. Blei ist besonders gefährlich für Kinder, stellt aber auch ein Risiko für Erwachsene dar. Es gibt keinen bekannten sicheren Bleigehalt im Blut, und chronische Belastungen werden selbst in geringen Konzentrationen mit Bluthochdruck und verminderter Nierenfunktion in Verbindung gebracht.
Cadmium
Cadmium kommt in Zigarettenrauch, einigen Düngemitteln und industriellen Schadstoffen vor. Es sammelt sich in den Nieren an und kann mit der Zeit zu Nierenschäden führen [4]. Cadmium beeinträchtigt auch die Knochengesundheit und kann zu Osteoporose beitragen. Raucher haben in der Regel deutlich höhere Cadmiumwerte als Nichtraucher, oft sogar 4- bis 5-mal höher.
Arsen
Arsen kommt in verunreinigtem Trinkwasser (in manchen Regionen), Reis und Reisprodukten sowie bestimmten Pestiziden vor. Langfristige Exposition kann die Haut und das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen und das Krebsrisiko erhöhen. Anorganisches Arsen ist giftiger als organisches Arsen, das in Meeresfrüchten vorkommt.
Testmethoden
Bluttests
Bluttests zeigen eine kürzliche oder andauernde Belastung an. Sie sind am nützlichsten, um eine akute Belastung zu erkennen und die aktuellen Werte zu überwachen [6]. Die Blutwerte sinken, wenn Metalle aus dem Blut in das Gewebe wandern, sodass Bluttests eine frühere Belastung möglicherweise nicht erkennen. Sie bleiben jedoch der Goldstandard für die Beurteilung der aktuellen Bleibelastung.
Urintests
Urintests können sowohl eine kürzlich erfolgte Exposition nachweisen als auch, in Verbindung mit einer Chelattherapie, Aufschluss über die Speicher im Körper geben. Unprovozierte Urintests spiegeln die aktuelle Ausscheidung wider. Einige Ärzte verwenden provozierte Urintests mit Chelatbildnern, obwohl diese umstritten sind und von den gängigen medizinischen Organisationen, einschließlich der CDC, nicht befürwortet werden [7].
Haaranalyse
Die Haarmineralanalyse zeigt die langfristige Belastung über Monate hinweg. Sie ist relativ kostengünstig und nicht invasiv, allerdings können die Ergebnisse durch Haarbehandlungen und Umweltverschmutzungen der Haarprobe beeinflusst werden [8].
Unterstützung bei der Entgiftung
Dein Körper hat natürliche Entgiftungswege über Leber, Nieren und Darm. Die Unterstützung dieser Systeme hilft dabei, Metalle sicher auszuscheiden. Flüssigkeitszufuhr, ausreichend Ballaststoffe, schwefelreiche Lebensmittel (Knoblauch, Zwiebeln, Kreuzblütler) und Antioxidantien unterstützen die Entgiftung [9]. Bei erheblicher Toxizität kann eine medizinische Chelattherapie nötig sein, die aber unter professioneller Aufsicht gemacht werden sollte.
Quellen
- 1. The toxicology of mercury: current research and emerging trends
- 2. Mercury exposure and children's health
- 3. Lead exposure and cardiovascular disease: a systematic review
- 4. Cadmium exposure and risk of cardiovascular disease
- 5. Arsenic exposure and health effects: a systematic review
- 6. CDC Blood Lead Testing Recommendations
- 7. ACMT position statement: Post-chelator challenge urinary metal testing
- 8. Hair analysis for heavy metals: A review
- 9. Sulfur-rich foods and detoxification pathways
Wähle quecksilberarmen Fisch
Filtere dein Wasser
Essen Sie schwefelhaltige Lebensmittel
Vermeide das Rauchen und Passivrauchen
Diversifiziere deine Körner
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