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Blutbild
Inhaltsverzeichnis
Blutuntersuchungen verstehen: Dein Leitfaden für Biomarker-Tests
Ein Blutbild ist eine Reihe von Tests, die verschiedene Stoffe in deinem Blut analysieren. Diese Tests geben dir einen Überblick über deinen aktuellen Gesundheitszustand und können dabei helfen, mögliche Probleme zu erkennen, bevor Symptome auftreten. Durch regelmäßige Blutuntersuchungen kannst du Veränderungen im Laufe der Zeit verfolgen und fundierte Entscheidungen über deine Gesundheit treffen.
Was Blutuntersuchungen messen
Blutuntersuchungen umfassen in der Regel mehrere Kategorien von Tests:
Stoffwechselmarker
Diese messen, wie dein Körper Energie verarbeitet. Wichtige Marker sind Glukose (Blutzucker), Insulin und HbA1c (das deinen durchschnittlichen Blutzucker über drei Monate angibt). Das Lipidprofil misst verschiedene Cholesterinarten: Gesamtcholesterin, LDL (oft als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet), HDL („gutes“ Cholesterin) und Triglyceride [4]. Diese Marker helfen dabei, dein Risiko für Diabetes und Herzerkrankungen einzuschätzen.
Organfunktion
Leberenzyme (ALT, AST, ALP, GGT) zeigen, wie gut deine Leber funktioniert. Nierenfunktionsmarker (Kreatinin, BUN, eGFR) zeigen, wie gut deine Nieren Abfallstoffe filtern. Diese Tests erkennen frühe Anzeichen von Organbelastung, bevor es zu ernsthaften Schäden kommt.
Entzündungs- und Immunmarker
Das hochsensible C-reaktive Protein (hs-CRP) misst Entzündungen in deinem Körper [2]. Chronische Entzündungen stehen mit vielen altersbedingten Krankheiten in Verbindung. Die Anzahl der weißen Blutkörperchen und das Differentialbild zeigen, wie dein Immunsystem reagiert.
Hormone und Mikronährstoffe
Hormonprofile können die Schilddrüsenfunktion (TSH, T3, T4), Cortisol, Testosteron und Östrogen umfassen. Mikronährstofftests überprüfen den Spiegel von Vitamin D [3], B12, Eisen, Magnesium und Zink – allesamt wichtig für Energie, Gehirnfunktion und Zellreparatur.
Wie oft sollte man sich testen lassen?
Bei gesunden Erwachsenen hilft ein umfassender Test alle 6 bis 12 Monate, einen Ausgangswert festzulegen und Trends zu verfolgen. Wenn du bestimmte Gesundheitsziele verfolgst, bekommst du durch Tests alle 3 bis 4 Monate ein besseres Feedback. Fasten immer 8 bis 12 Stunden vor Stoffwechsel- und Lipidtests und versuche, die Tests zur gleichen Tageszeit durchzuführen, um konsistente Ergebnisse zu erhalten.
Deine Ergebnisse lesen
Die Standard-Laborwerte basieren auf Bevölkerungsdurchschnitten, einschließlich Menschen mit Gesundheitsproblemen. Für eine optimale Gesundheit verwenden viele Ärzte Funktionsbereiche – strengere Parameter, die Ungleichgewichte erkennen, bevor sie zu Krankheiten werden. Arbeite mit einem Gesundheitsdienstleister zusammen, der sowohl die Standard- als auch die optimalen Werte versteht.
Quellen
- 1. Fasting versus nonfasting triglycerides and risk of cardiovascular events
- 2. High-sensitivity C-reactive protein and cardiovascular disease: a resolute belief or an elusive link?
- 3. Vitamin D deficiency: a worldwide problem with health consequences
- 4. Clinical utility of lipid panels in cardiovascular risk assessment
Fasten vor Stoffwechseltests
Verfolge Trends, nicht einzelne Zahlen
Bleib vor der Prüfung hydriert
Teste zu einheitlichen Zeiten
Erweiterte Lipid-Panels in Betracht ziehen
Was ist ein umfassendes metabolisches Panel (CMP)?
Wie oft sollte ich ein Blutbild machen lassen?
Was misst der HbA1c-Wert?
Was ist der Unterschied zwischen Standard- und optimalen Laborwerten?
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